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900 13.09.2011, 09:11 Prefect |
@maurice: Klar, das ist eine Bundestagsansprache, die ist schon deutlich verkürzt. Aber er geht, soweit ich das inzwischen beurteilen kann, definitiv in die richtige Richtung weil er einen Großteil der Ursachen richtig benennt. Die anderen Parteien haben zu große Egos um anzuerkennen, dass ihre gemeinsame Wirtschaftspolitik der letzten 15 Jahre, also z.B. das massive Lohndumping, einfach ein Fehler war. [citation needed] Ganz ehrlich, les dir mal Interviews mit Leuten wie Gysi und Wagenknecht durch um zu sehen, was die wirklich wollen. Das unterscheidet sich zum Teil deutlich von den Phantasien, die irgendwelche Journalisten auf die Linke projezieren. Und dann vergleiche das damit, wie die anderen vier Bundestagsparteien in den letzten 10 Jahren seit 2001 tatsächlich unsere Rechte eingeschränkt haben. Wie man angesichts der realen Gesetzgebung der letzten zehn Jahre durch die anderen Parteien so ein Argument ausgerechnet gegen die Linke bringen kann ist mir echt unverständlich. --Widelands - Gemütliche Aufbaustrategie, Free Software |
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901 13.09.2011, 09:59 maurice |
Selbstverständlich ist die Benennung der Probleme und der Fehler ein wesentlicher Schritt zur Besserung. Aber (und ich möchte jetzt keine Parallelen aufzeigen oder Vorwürfe machen) die populistische Rechte Partei der Schweiz (www.svp.ch) macht nichts anderes als auf zu zeigen, was alles schlecht und übel ist. Dabei verzichtet die Partei gekonnt auf Lösungsvorschläge, bzw. schattiert, dass sie keine Lösungen vorschlägt. Dies aus dem Grund, dass die Partei nicht ins Visier gerät wenn sie falsch liegen würde mit ihrer Lösung. Selbstverständlich ist die SVP eine bekennende populistische, bürgerliche Partei und keineswegs mit den Linken vergleichbar. Aber das alleinige aufzeigen der Fehler ist nur die halbe Lösung. Ich bin auf Herr Gysis Vorstösse gespannt. --I'm not random, i just have many thoug... Oh look, a Squirrel! |
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902 13.09.2011, 13:43 Smeagol |
Die anderen (etablierten) sind nicht besser, das ist mir klar - mir reicht allein die Meinung der Linken zum privaten Waffenbesitz. -- |
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903 13.09.2011, 23:46 Prefect |
Aha. Du bist also Nichtwähler, oder was? --Widelands - Gemütliche Aufbaustrategie, Free Software |
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904 14.09.2011, 10:59 Smeagol |
Ich wähl schon, keine Angst. Piraten, falls es dich interessiert. -- |
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905 14.09.2011, 11:17 maurice |
...Piraten... Die die das umfassendste aller Parteiprogramme haben. Frag da mal nach wie die die Lohnschere bekämpfen wollen oder wie die Schuldenkrise angegangen werden soll. I'm not random, i just have many thoug... Oh look, a Squirrel! |
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906 14.09.2011, 11:46 Smeagol |
Alle anderen sind halt unwählbar. Dass die Piraten kein umfassendes Parteiprogramm und keine "Antworten auf alles" haben, empfinde ich nicht als schlimm. Eben WEIL sie ja wohl nicht direkt in die Regierung, geschweigedenn alleinige Regierungspartei, gewählt werden (+werden? komischer Satz). --Dieser Beitrag wurde am 14.09.2011 um 11:47 von Smeagol bearbeitet. |
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907 14.09.2011, 14:52 Red Storm |
naja wenn man sich so die politik der letzten jahrzehnte ansieht in europa, sieht man, dass die anderen parteien auch keine ahnung haben und überall nur geld draufschaufeln das sie in wahrheit garnicht haben. es wird zeit, dem volk wieder mehr macht zu geben, dann lernt es vielleicht irgendwann, dass es der staats-führung feuer unter dem hintern machen kann. derzeit ist es ja leider so, dass die völker nur noch über populistische themen abstimmen dürfen - alles andere wird ratifiziert oder abgelehnt. --töte tausende und du bist ein held - Dieser Beitrag wurde am 14.09.2011 um 14:55 von Red Storm bearbeitet. |
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908 14.09.2011, 16:30 chriss |
Ich sehe dass auch eher als überraschen ehrlichen (und dadurch positiven) Aspekt der Piraten. Zu sagen: „Da haben wir keine Ahnung von, dass lassen wir andere machen die sich damit auskennen.“ — Für’n Politiker bestimmt ’ne Herausforderung. Ich finde sie zur Zeit als mögliche Koalitionspartei viel ansprechender als die Linke, die Grünen oder die FPD (Höhö.) -- |
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909 14.09.2011, 18:56 Prefect |
@Smeagol: Freut mich ehrlich. Ich horche in Sachen Politik bei rein negativen Aussagen immer auf, weil es davon m.E. einfach zu viele gibt. Über irgendwas zu lästern ist billig, bringt aber für sich alleine gestellt nichts. Wichtig ist es, auch Alternativen aufzuzeigen. Ich muss gestehen, dass ich dich v.a. mit meinem letzten Post auch ein bisschen dazu verlocken wollte, eine dementsprechende positive Aussage zu machen. Was konkret das etwas eingeschränkte Programm der Piraten angeht: Ich finde das persönlich gar nicht schlecht. Hätten sie versucht, ein volles wirtschaftliches Programm aufzustellen, wäre das wahrscheinlich auf ein Nachplappern der etablierten Parteien herausgelaufen, weil echte Alternativen einfach noch keine hinreichende Mindshare haben. Und da haben sie womöglich selber gemerkt, dass es dann besser ist, (fast) gar nichts dazu zu sagen. --Widelands - Gemütliche Aufbaustrategie, Free Software Dieser Beitrag wurde am 14.09.2011 um 19:05 von Prefect bearbeitet. |
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910 15.09.2011, 20:46 chriss |
http://www.youtube.com/watch?v=zWH3fN9HWr8 Hatten wir dieses Thema hier nicht schon mal? Irgendwie ein interessanter Ansatz. -- |
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911 17.09.2011, 20:01 Prefect |
Das Grundeinkommen geistert immer mal wieder durch die Medien. Interessant ist es schon, ich denke aber, dass das Problem, das die Befürworter des Grundeinkommens eigentlich motiviert - nämlich die Massenarbeitslosigkeit - mit einer Job-Garantie besser gelöst werden kann. (Ich habe dazu einen Text auf Deutsch in Arbeit, über den ich aber nochmal drüber gehen will.) Regelrecht zynisch ist, dass das Grundeinkommen in der Variante, in der es meistens durch die Medien geistert, durch eine Mehrwertsteuererhöhung bezahlt werden soll. Die Mehrwertsteuer trifft aber gerade die Ärmeren im Verhältnis sehr viel härter als die Reichen. Diese Variante des Grundeinkommens wäre also ein ziemlicher sozialer Rückschritt. Ein interessanter Punkt, der in der Sendung angesprochen wird, ist, dass wir die gestiegene Produktivität unserer Wirtschaft eigentlich dazu nutzen könnten, um insgesamt weniger zu arbeiten. Trotzdem denke ich, dass es wichtig ist, den normativen Charakter der Arbeit zu erhalten - also die Tatsache, dass es gesellschaftlicher Konsens ist, dass eigentlich jeder arbeiten sollte. Schließlich gibt es immer irgendwelche (auch unangenehme) Dinge, die einfach getan werden müssen, und eine Gesellschaft, in der Arbeit als optional wahrgenommen wird wird nicht besonders lange überleben. Der normative Charakter der Arbeit ist aber schon heutzutage durch die Massenarbeitslosigkeit unter Beschuss (je mehr Menschen arbeitslos sind, um so eher verschwindet das damit verbundene soziale Stigma, zumindest in den besonders hart betroffenen Milieus), und das Grundeinkommen würde nicht gerade helfen. Es gibt aber durchaus Dinge, an denen man drehen kann: insgesamt kann die zu erledigende Arbeit besser verteilt werden, z.B. indem man das Renteneintrittsalter senkt oder die Wochenarbeitszeit verkürzt. Außerdem sollten die echt unangenehmen Jobs besser bezahlt werden. Auch dabei könnte eine Job-Garantie helfen (wenn die Job-Garantie-Stellen alle passabel sind, dann müssen die Arbeitgeber bei richtig unangenehmen Stellen den Lohn der Job-Garantie deutlich überbieten, um Arbeitnehmer zu finden). --Widelands - Gemütliche Aufbaustrategie, Free Software |
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912 17.09.2011, 20:49 Night Wolf |
Mir will nicht so ganz einleuchten, wie das funktionieren soll. Das Interview klang mir ein wenig danach, dass das Sozialsystem abgeschafft werden soll und jeder selbst zusehen muss, wie er sein Geld anlegt, welches er dann wiederrum aber durch erhöhte Kosten, wie Mehrwertsteuer, ausgeben muss. Es wurde auch nicht ganz geklärt, wann man diese 1500 € bekommt. Sollte man arbeiten und sie auf den Verdienst noch obendrauf kriegen, dann ist gut. Wenn jedoch nicht, dann glaube ich kaum, dass gerade die noch arbeiten gehen werden, welche Deutschland am Leben erhalten. Diese Idee mit der bedingungslosen Grundsicherung setzt eine intakte Gesellschaft vorraus und gerade da liegt der Hund begraben. --Muh sag ich da! |
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913 18.09.2011, 13:34 Prefect |
Naja, wenn du ein garantiertes Einkommen pro Monat hast, unabhängig davon ob du dir durch Arbeit noch etwas dazu verdienst, dann musst du dir keine Gedanken mehr darüber machen, ob und wie du dein Geld anlegst - immer vorausgesetzt natürlich, dass der reale Wert dieses Einkommens akzeptabel bleibt. Diesen Aspekt daran finde ich auch ganz gut. Denn die Umstellung insbesondere auf kapitalgedeckte Rentenversicherungen bedeutet letztlich, dass Unmengen an Geld und damit Macht in die Hände von Fondsmanagern und anderen ungewählten Geldverwaltern gegeben wird. Unserer Demokratie hat das nicht besonders gut getan. Angesichts der Tatsache, dass wir sowieso in jedem Jahr nur die Dinge konsumieren können, die auch in diesem Jahr produziert werden, erhalte ich es für sinnvoller, auch die entsprechenden Geldströme jeweils zeitnah zu managen. Weniger verklausuliert: das umlagebasierte Rentensystem ist besser, weil es die Realität besser widerspiegelt. (Es gibt noch andere Argumente für ein solches Rentensystem, aber das ist einer der philosophisch-fundamentalsten Punkte). --Widelands - Gemütliche Aufbaustrategie, Free Software |
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914 18.09.2011, 14:24 Smeagol |
ich sehe nicht, wie das BGE funktionieren soll. also muss das BGE so hoch sein, dass man davon leben kann, das heißt wenn man nicht will, dann muss man nicht arbeiten. Klar, man kann die Jobs einfach super gut bezahlen, dass es allein durchs Geld wieder attraktiv wird, aber wer bezahlt das? Der Arbeitgeber? Es gibt Jobs, die sind einfach nicht viel wert, müssen aber gemacht werden. da hab ich schon so Zeug gehört wie "Ja die Arbeitnehmer würden dann von sich aus auf den Großteil des Gehalts verzichten damit das funktioniert"... ha ha Anderes - kommt das BGE aufs bisherige Einkommen drauf? Also verdient man alles, was man jetzt verdient, danach zusätzlich zum BGE? Das kann ja nicht funktionieren, da würde einfach Geld aus dem Nichts geschaffen. Dieser Beitrag wurde am 18.09.2011 um 14:26 von Smeagol bearbeitet. |
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915 19.09.2011, 20:31 Prefect |
Genau das ist das Problem. Das allein ist zunächst einmal kein Problem. Man muss sich überlegen, wie sich das alles auf die Nachfrage auswirkt und so weiter. Durchaus denkbar, dass all das Geld letztlich nur dazu führt, dass die Arbeitgeber ihren Angestellten mehr Geld bezahlen können, damit überhaupt noch jemand arbeitet. Wenn dann die Preise so weit steigen, dass man von dem, was das Grundeinkommen bezahlt, nicht mehr leben kann, beißt sich das Ganze in den Schwanz. Deswegen bevorzuge ich ja auch die Job-Garantie - Details jetzt hier: http://nhaehnle.blogspot.com/2011/09/die-job-garantie-kernstuck-einer.html Widelands - Gemütliche Aufbaustrategie, Free Software |
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916 21.09.2011, 22:00 maurice |
http://www.pctipp.ch/news/gesellschaft/57962/gamer_schaffen_medizinischen_durchbruch.html Also wie ist das jetzt? Ist das nun DER Durchbruch in der Aids-Forschung? Dann wunders mich, dass nur eine Elektronikzeitschrift davon berichtet. Jetzt hat man das entsprechende Protein/Molekül gezeichnet - gut. Und jetzt lässt sich das teil 'einfach so' in echt bauen? Irgendwie verwirrt mich dieser Artikel mehr als er mir fragen beantwortet. --I'm not random, i just have many thoug... Oh look, a Squirrel! |
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917 22.09.2011, 04:15 Red Storm |
naja es handelt sich um ein computerspiel und da du keine arzt-zeitschriften liest, stößt du in dieser zeitung darauf. in 1-6 monaten wirds dann auch mal auf ner nachrichten-page im internet stehen und nach ca. einem jahr im fernsehen und der tageszeitung als neuheit präsentiert. (was die oft als internet-neuheit vorstellen lässt viele nur müde lachen) --töte tausende und du bist ein held - |
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918 26.09.2011, 19:44 Scare |
Ist eigentlich noch jemand der Meinung das im Forum seitdem man sich immer extra anmelden muss deutlich weniger los ist? -- |
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919 26.09.2011, 20:22 Bluthund |
Wo muss man sich extra anmelden? --The C language combines all the power of assembly language with all the ease-of-use of assembly language. |
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920 26.09.2011, 21:29 Kriz |
Er meinte extra einloggen... --K:R-I)Z++ |
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921 26.09.2011, 22:11 Andy |
Bei mir lag es daran, dass es mich genervt, hat sich jeden Tag neu einzuloggen. [ThW-Code] [es gibt eine editierfunktion!(dp)][Eisregen] |
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922 27.09.2011, 00:25 Bluthund |
Frage steht trotzdem noch... Also ich bin automatisch eingeloggt, seitdem der Fehler mit den Sessions behoben wurde. -- The C language combines all the power of assembly language with all the ease-of-use of assembly language. |
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923 27.09.2011, 13:08 Kriz |
Na dann Gratulation. Beim Rest der Welt ist er nämlich noch da, der Fehler... Wenn du natürlich ständig online bist auf ThW, dann erklärt sich das übrigens auch ;-) NACHSPAM: Mal was anderes, wieso hat der Sessionkeks genau eine Lebensdauer bis zu dem Moment, ab dem ich mich eingeloggt habe? Quasi wenn ich eingeloggt bin, ist die Session quasi auch wieder zeitlich abgelaufen? Klär mich mal da einer auf, denn das würde ja erklären, wieso meine Sessions hier nachwievor mit permanenten Neu-Einloggen (FF 7.0) bestraft werden. --K:R-I)Z++ Dieser Beitrag wurde am 27.09.2011 um 17:54 von Kriz bearbeitet. |
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924 27.09.2011, 19:02 Red Storm |
tja ich muss mich auch jedesmal neu einloggen und JA es ist weniger hier los - aber vielleicht liegt es auch daran, dass im editing bereich viel weniger los ist als vor 7 jahren - ich bin auch fast nur noch im offtopic-bereich unterwegs :/ --töte tausende und du bist ein held - |
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