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750 07.01.2011, 08:45 maurice |
http://www.pctipp.ch/news/kommunikation/54696/freispruch_fuer_ch_filehoster_rapidshare.html Ein weitere Sieg für RapidShare --I'm not random, i just have many thoug... Oh look, a Squirrel! |
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751 08.01.2011, 14:53 Dinock |
@maurice: Vielen Dank für den Link. Sehr interessant! Aber der Dialekt geht mal garnicht! :D -- |
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752 25.01.2011, 22:52 Agamemnon-Hellmapper |
Methangasraketenantrieb: http://www.youtube.com/watch?v=CjoY_cSmQ70 --Es gibt 2 Möglichkeiten, eine Kristallkugel zu benutzen: |
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753 25.01.2011, 23:50 maurice |
harr, wie dufte das nach raucht. wie echtes methangas halt :) --I'm not random, i just have many thoug... Oh look, a Squirrel! |
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754 26.01.2011, 20:18 speziCola |
http://video.google.com/videoplay?docid=-3791007322683758535# --spezi|Clan | QRT |
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755 26.01.2011, 20:27 Scare |
@speziCola, Ich habe das dumpfe Gefühl das auf dem Video Urheberrechte liegen die wohl bei Google Videos nicht gewahrt werden. B2T: |
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756 26.01.2011, 21:15 caedes |
scare: ja und? das is doch googles problem. außerdem liegt das da offenbar schon mind 1 jahr, ohne dass sich jmd dran gestört hätte. --caedes Deutschland rückt nach Einschätzung der Sicherheitsbehörden im Superwahljahr verstärkt ins Visier von Terroristen. |
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757 29.01.2011, 21:12 Andy |
http://www.youtube.com/watch?v=kD1G7f4bE0w [ThW-Code] [es gibt eine editierfunktion!(dp)][Eisregen] |
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758 30.01.2011, 13:56 Prefect |
Einerseits ist es ja schön, dass es Leute gibt, die sich in Sachen Aufklärung des Bankensystems versuchen. Schade ist es dann, wenn sie so viele sachliche Fehler einbauen, und dadurch letztlich eine gute Lösung des Problems verhindern. Bei 3 Minuten: Die Darstellung von Deposits vs. Debts ist irreführend. Grundsätzlich kann eine Bank immer Kredite ausgeben, unabhängig davon, wieviel Geld sie hat, solange sie die notwendigen Kapitalvoraussetzungen erfüllt - siehe die diversen "Basel"-Regulierungen. Aber was bedeutet Kredite vergeben denn eigentlich konkret, auf der fundamentalsten funktionalen Ebene? Ein klein wenig habe ich dazu vor einiger Zeit geschrieben. Die Antwort lautet: erst einmal nicht viel. Die Bank verändert die Einträge ihrer Datenbanken so, dass der Kunde auf seinem Konto mehr Geld sieht, entsprechend dem Kredit, und das war's. Interessant wird es erst, wenn der Kunde mit dem Geld etwas machen will, wenn er es also auf ein anderes Konto überweist. Solange sich diese Konto bei der gleichen Bank befindet, passt die Bank einfach ihre internen Daten an und weiter passiert nichts. Wenn sich das andere Konto aber bei einer anderen Bank befindet, dann muss diese Transaktion auf Ebene der Zentralbankkonten widergespiegelt werden: Jede Bank hat ein Konto bei der Zentralbank, und nun muss die erste Bank eine entsprechende Geldmenge auf das Zentralbankkonto der zweiten Bank überweisen. Das ist Teil des sogenannten Clearing. Wenn dieser Vorgang das Zentralbankkonto der ersten Bank auf einen negativen Kontostand bringen würde, muss sich die Bank von jemandem Geld leihen. In der Tat tritt die Zentralbank dabei als "Lender of Last Resort" auf, solange die Bank die von der Zentralbank vorgegebenen Kapitalanforderungen erfüllt. Die Basel-Regulierungen sind also im Grunde einfach die Spielregeln, an die sich die Banken halten müssen im Gegenzug für die Garantie, dass sie sich jederzeit Zentralbankgeld von der Zentralbank leihen können. Diese Konstruktion ist sinnvoll, um Bank Runs zu vermeiden bzw. zu entschärfen. Allerdings wird die Zentralbank im Normalfall kein Geld auf diese Weise verleihen - da wird in dem Video die Realität ziemlich dreist verfälscht. Stattdessen hat ja nun nämlich die zweite Bank zu viel Geld auf ihrem Zentralbankkonto. Also wird sich die erste Bank im Regelfall das Geld einfach von der zweiten Bank zurückleihen können. Die wesentliche Frage ist dabei immer nur, zu welchen Zinssätzen das geschieht. Bei ca. 7 Minuten: Es ist zwar richtig, dass die Fed ein ziemlich kurioses rechtliches Gebilde ist, und es gut tun würde, die Verhältnisse einfacher zu stricken. Aber so zu tun, als wäre die Fed eine Privatbank ist auch ziemlich irreführend, schließlich steht sie zu 100% unter der Kontrolle der US-Regierung. Bei ca. 8 Minuten: Was für ein Unfug bzgl. dem Drucken von Geld. In Wirklichkeit sind das natürlich alles einfach Einträge in irgendwelchen Datenbanken, die verändert werden. Mit Papiergeld hat das alles herzlich wenig zu tun. Etwas weniger Dramatisierung würde solchen Videos gut tun. Zudem: Wenn die Fed US-Treasuries kauft (also "der Regierung Geld leiht"), dann erhält die Fed von der US-Treasury entsprechend Zinsen. Diese Zinsen werden zum Profit der Fed, und die Fed zahlt diesen Profit dann zurück an die US-Treasury. Das ganze ist ein irrwitziges System der Verschleierung, und gleichzeitig Arbeitsbeschaffungsmaßnahme für Finanzleute. Bei ca. 9 Minuten: Die Geschichte von Gold als Zahlungsmittel ist äußerst umstritten. Plausibler ist, dass Geld historisch aus zwei Situationen entstanden ist. Erstens durch Schuldscheine von bekannten und vertrauenswürdigen Händlern: so konnten Bauern ihre überschüssige Ernte an Händler verkaufen, ohne sofort etwas vom Händler zu kaufen. Stattdessen gab ihnen der Händler ein Schuldschein, den sie dann später gegen Waren eintauschen konnten. Zweitens durch die ersten Palaststaaten, die Münzsysteme für ihr Steuersystem eingeführt haben, und um Bedienstete und Soldaten zu bezahlen. Diese Münzen enthielten oft Edelmetalle, um sie fälschungssicherer zu machen. Mit dem Wert der Edelmetalle hatte der Münzwert eher selten etwas zu tun. Der Goldstandard ist historisch also eher ein Ausnahmefall. Bei ca. 13 Minuten: "Fractional Reserve Banking" ist angesichts der Tatsache, dass die Vergabe von Krediten durch Banken nur durch Kapitalvorgaben beschränkt wird, vollkommen irrelevant. Bei ca. 17 Minuten: Irgendwie ist das Video zu dem Zeitpunkt ziemlich degeneriert in Mythen durchtränkt von noch mehr Mythen. Zu Thomas Jefferson sei gesagt, dass er in einem Zeitalter gelebt hat, in dem die US-Bundesregierung kein monetärer Souverän war, und dementsprechend kann man schlecht extrapolieren, was er zur heutigen Situation sagen würde. Grob gesagt muss man zwischen zwei verschiedenen Arten von Schulden unterscheiden: Privatschulden, und Schulden des monetären Souveräns. Privatschulden sind eine Form der Knechtschaft; Schulden des monetären Souveräns können die Souveränität des Souveräns aber nicht einschränken, und sind einfach nur die Kehrseite von Privatvermögen aus Sicht der Bilanzen. Bei ca. 21 Minuten: Typische Mythen über Inflation. Und wieder der Quatsch, die US-Bundesregierung müsse ihre Schulden an die Fed zurückzahlen. Wie schon gesagt, die Zinszahlungen an die Fed gehen direkt als Gewinne an die US-Bundesregierung zurück. Es ist eine Fiktion, die aufrecht gehalten wird, um so zu tun, als sei die Fed unabhängig. Bei 28 Minuten: *g* Allerdings eher fremdschäm-induzierend angesichts des vielen Unfugs davor. Zu den ganzen verrückten Verschwörungstheorien sag ich jetzt auch einfach mal nichts. Fazit: Enttäuschend. Viele der Kritikpunkte des Videos sind richtig, wenn auch sehr oft aus ganz anderen Gründen als den im Video genannten. Das Video wiederholt zudem viele Missverständnisse, und zwar genau die Missverständnisse, die uns daran hindern, das System ernsthaft zu verbessern. Was wirklich getan werden müsste: 1. Wir müssen uns als Gesellschaft darauf einigen, welche Verteilung von Vermögen und Einkommen wir gut fänden. Damit meine ich z.B. eine konkrete Aufstellung, welcher Teil des Gesamtvermögens den ärmsten 20%, den reichsten 20%, etc. zusteht. Aufbauend davon müssen wir ein progressives Steuersystem, inklusive Vermögens- und Erbschaftssteuer, aufbauen, um diese Verteilungsziele über einen Zeitraum von 10 bis 20 Jahren zu erreichen. 2. Wir müssen uns klar werden, dass die Zeit der Klassenkämpfe nicht vorbei ist und vermutlich nie vorbei sein wird. Seit langem kämpfen die Kapitalisten und Rentiers mit aller Macht darum, ihren Anteil am Volkseinkommen zu vergrößern, und die Arbeiter und Angestellten lassen sich davon einschüchtern. Um Arbeiter und Angestellte in diesem Kampf nachhaltig zu stärken müssen wir eine Institution schaffen, die die Arbeitslosigkeit abschafft. Dies geht über die Implementierung einer Job Guarantee, wie sie z.B. von Bill Mitchell und Randall Wray (siehe Understanding Modern Money) vorgeschlagen wird. Natürlich gibt es auch andere Dinge, die getan werden sollten, z.B. im Bereich der Bankenregulierung. Aber dort begibt man sich schnell in technische und schwer durchschaubare Fragen. Die zwei Punkte habe ich genannt, weil sie von jedem verstanden werden können, und sie sich auch gut für verständliche politische Plattformen eignen. --Widelands - Gemütliche Aufbaustrategie, Free Software |
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759 31.01.2011, 09:35 eMo |
Aber fehlt bei einer Job Guarantee nicht der Reiz zur Verbesserung? --bla.. ich hab sowieso keine Ahnung ^^ de_italienvillage -> Beta-Phase.. bis jetzt nicht darüber hinausgekommen. |
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760 31.01.2011, 13:50 Prefect |
Kannst du erklären, was du mit der Frage meinst? Welchen Reiz zur Verbesserung? --Widelands - Gemütliche Aufbaustrategie, Free Software |
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761 31.01.2011, 14:19 Skuldoon |
Ich denke er meint: warum besser werden, ich hab doch nen Job, egal wieviel Scheiße ich bau? --Nur die, welche sich für ganz stark und extra erwachsen halten trinken Kaffee ohne Milch. Das sind meist auch die Leute, welche rassistisch und homophob sind. Da Rassismus von Minderwertigkeitsgefühlen und Homophobie von latenter Homosexualität stammt, trinken also nur ängstliche Schwule Kaffee ohne Milch. Das wurde wissenschaftlich durch Galileo auf Pro7 bewiesen. |
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762 31.01.2011, 14:30 eMo |
Genau das meine ich. Was für einen Ansporn habe ich, mich bei meiner Arbeit anzustrengen, wenn ich zwar gefeuert werden kann, aber nichts daraus resultiert, da ich sofort wieder eingestellt werden muss. --bla.. ich hab sowieso keine Ahnung ^^ de_italienvillage -> Beta-Phase.. bis jetzt nicht darüber hinausgekommen. |
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763 31.01.2011, 14:41 caedes |
Aufstiegschancen evtl? caedes Deutschland rückt nach Einschätzung der Sicherheitsbehörden im Superwahljahr verstärkt ins Visier von Terroristen. |
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764 31.01.2011, 18:36 Fox Mulder |
R.I.P Horst Günni Ludolf :( Horst Günter Ludolf, einer der vier Ludolf-Brüder, ist tot. Das hat die Kriminalpolizei am Montag mitgeteilt. Er erlag einem Herzinfarkt. Die vier Ludolf-Brüder erlangten durch ihre eigene Fernsehserie auf DMAX Bekanntheit und wurden innerhalb kurzer Zeit zum Kult. Horst Günter war der zweitälteste der vier Brüder und im Familienbetrieb vor allem für das Telefon zuständig. --... |
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765 31.01.2011, 18:42 Prefect |
Was caedes sagt. Abgesehen davon ist das ein typischer Fall von sich selbst beantwortender Frage, an die die Erfinder der Job Guarantee auch schon gedacht haben ;) Natürlich kann es bei so einem Job Disziplinarmaßnahmen wie in jedem anderen Job auch geben, und wer nicht wirklich will, kann auch von dort gefeuert werden - mit einer entsprechenden kurzfristigen Wiedereinstellungssperre. Der Grundgedanke bei der Job Guarantee ist: jeder, der will und fähig ist, soll einen Job bekommen. Wer nicht wirklich will, der bekommt halt keinen Job. So einfach ist das. Leider gibt es noch keine gute Übersichtsseite, auf der das Konzept kurz und knapp erklärt wird, dann würden sich solche Fragen mit einem einfachen Link erklären lassen. In dem erwähnten Buch "Understanding Modern Money" ist das alles recht schön erklärt und zusammengefasst. --Widelands - Gemütliche Aufbaustrategie, Free Software |
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766 01.02.2011, 19:18 Night Wolf |
Klingt für mich nach Utopie ohne realen Bezug. --Muh sag ich da! |
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767 01.02.2011, 22:22 Prefect |
Warum? Etwas ausführlicher: Ja, es ist sehr mutig gedacht, und würde mit hoher Wahrscheinlichkeit zu einer besseren Welt führen. Es existiert in dieser Form auch noch nirgendwo, auch wenn Ansätze in dieser Richtung zeitweise in Argentinien und Südafrika durchaus erfolgreich umgesetzt wurden. Aber gerade weil es durchdacht ist und sich von den immer neu hervorgewürgten alten Rezepten (Sparen, Sparen, Sparen) unterscheidet, wäre es doch wenigstens eine Überlegung wert, findest du nicht? Hast du also konkrete Kritik? Oder kannst du einfach nicht glauben, dass eine bessere Welt möglich wäre? Im ersten Fall würde sie mich interessieren, im zweiten Fall, naja, denk drüber nach ;) --Widelands - Gemütliche Aufbaustrategie, Free Software Dieser Beitrag wurde am 01.02.2011 um 22:36 von Prefect bearbeitet. |
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768 02.02.2011, 02:28 caedes |
Ich hab mich jetzt nicht tiefergehend mit der "Job Guarantee" beschäftigt, aber ein mögliches Problem könnte sein, tatsächlich so viele Jobs bereitzustellen. Was sollen die alle machen? Falls das tatsächlich nur global funktioniert ist es, denke ich, eh zum scheitern verurteilt, da man IMHO nicht davon ausgehen kann, *irgendwas* global durchzusetzen. --caedes Deutschland rückt nach Einschätzung der Sicherheitsbehörden im Superwahljahr verstärkt ins Visier von Terroristen. |
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769 02.02.2011, 09:39 Prefect |
Dazu gibt es ein paar Dinge zu sagen. Zunächst einmal lässt sich die Frage nicht wirklich sicher beantworten, ohne es zumindest einmal über einen längeren Zeitraum auszuprobieren. Die Variante, die ich kenne und für vernünftig halte ist die, bei der lediglich einfache Richtlinien auf europäischer Ebene aufgestellt werden, zu denen jede Regierung im Euroraum (National- und Landesregierungen sowie Kommunen) und jede gemeinnützige Einrichtung solche Jobs ausschreiben kann, wobei die Finanzierung von europäischer Ebene kommt - ohne Steuerfinanzierung, sonst würde der makroökonomische Effekt zerstört (dieser letzte Punkt ist extrem wichtig). Der Anzahl der Jobs ist also im Grunde nur dadurch eine Grenze gesetzt, wie kreativ wir in Sachen Verbesserung des Gemeinwohls sind. Wenn uns nichts Neues mehr einfällt, wie wir das Gemeinwohl verbessern könnten, dann könnten diese Jobs ausgehen. Ich halte es aber für wahrscheinlicher, dass nach einer kurzen Anlaufphase, in der man sich an den Gedanken einer Job Guarantee langsam gewöhnt, die Ideen nicht mehr ausgehen. Der andere Aspekt ist folgender. Wenn man wie in Deutschland um die 5 Millionen Arbeitslose hat, so bedeutet das nicht, dass man 5 Millionen Jobs in der Job Guarantee braucht, um diese aufzufangen. Sobald das Programm anläuft, haben die ehemaligen Arbeitslosen auf einmal deutlich mehr Geld zur Verfügung (wenn man einen Lohn von 10 Euro ansetzt kommt man auf über 1500€ im Monat), das natürlich wieder ausgegeben wird. Dadurch entstehen auch neue Arbeitsplätze in der Privatwirtschaft. Der Vergleich hinkt ein wenig, weil es in der DDR keinen privatwirtschaftlichen Sektor gab wie bei uns. Die Job Guarantee ist letztlich ein Puffer, der es Arbeitslosen, die nichts zu tun haben, ermöglicht, produktiv zu werden. Selbst wenn die Produktivität in diesen Jobs dann relativ gering ist, ist das insgesamt ein Gewinn. Nein. Das stärkste Argument, dass ich in dieser Richtung bis jetzt gehört habe ist, dass es zu Bevölkerungswanderungen kommen könnte: Wenn es einem Land gelingen sollte, die Arbeitslosigkeit im Wesentlichen abzuschaffen, dann würde dies womöglich Zuwanderung aus Ländern mit sehr hoher Arbeitslosigkeit zur Folge haben. Allerdings wäre diese Zuwanderung vermutlich eher ein Gewinn, weil ja noch mehr Arbeitskraft zum Wohl des Landes genutzt werden könnte. Die etwas kühle Stimmung gegenüber Zuwanderung in Deutschland lässt sich ja gerade ganz wesentlich auf die seit Jahrzehnten hohe Arbeitslosigkeit zurückführen - der Vergleich mit den 1960ern beweist das ziemlich krass. Zudem würde die erfolgreiche Einführung einer Job Guarantee in anderen Ländern sehr großen politischen Druck erzeugen, das Problem Arbeitslosigkeit dort ebenfalls zu lösen. Nein. Die Jobs in der Job Guarantee entstehen ja nicht in der Privatwirtschaft und in der Produktion von Waren, sondern in Tätigkeiten, die allein dem Gemeinwohl dienen. Dies führt indirekt wahrscheinlich sogar dazu, dass die Produktion von Waren günstiger wird, weil z.B. Infrastruktur, die vom privaten Sektor genutzt wird, im Zuge der Job Guarantee ausgebaut wird und so günstiger werden könnte. Die Sorge besteht wie erläutert nicht, denke ich. Auf Europa bezogen muss man aber betonen, dass eine Job Guarantee von einem monetären Souverän implementiert werden sollte, um Schwierigkeiten zu vermeiden. Das bedeutet, dass die Eurostaaten sich schwer tun würden, sie im Alleingang umzusetzen - für Deutschland wäre es wahrscheinlich möglich, alle anderen Länder würden vermutlich aus finanziellen Gründen damit scheitern. Mit anderen Worten, bei uns müsste sie von einer zu schaffenden Euro-Wirtschaftsregierung umgesetzt werden. Andere EU-Staaten (z.B. Großbritannien) könnten (und müssten) eine Job Guarantee auf eigene Faust umsetzen, da sie jeweils in ihren eigenen Währungen souverän sind. Übrigens würde ich nicht behaupten, dass eine Job Guarantee alleine alle Probleme lösen kann. Die ungleiche Verteilung von Vermögen ist auch mit Job Guarantee ein Problem, weil sie zu Verzerrungen auf Finanzmärkten führt. Und natürlich muss es politisches Ziel sein, die Anzahl der Jobs in der Job Guarantee jederzeit möglichst klein zu halten und den Anteil des regulären Arbeitsmarktes an der Gesamtbeschäftigung zu erhöhen. Die Erhöhung des Anteils der Arbeiter und Angestellten am Gesamteinkommen - zurück auf das Niveau der 1970er Jahre, oder noch höher - würde dazu sehr viel beitragen. Aber das ist ein anderes Thema. --Widelands - Gemütliche Aufbaustrategie, Free Software Dieser Beitrag wurde am 02.02.2011 um 09:44 von Prefect bearbeitet. |
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770 18.02.2011, 00:10 Chronial |
Sagt mal - bild ich mir das ein, oder ist dieses Video (wie nahezu alle Videos in diesem Stil zu dem Thema) einfach mal schweeer antisemitisch. Die Bänker sind größtenteils karikierte Juden, und auch die geschichtlichen Details scheinen mir ein wenig Verdreht. Wie haben haben die Bänker doch umgebracht, weil das ein netter Weg war, seine Schulden loszuwerden, und weil das eh nicht so schlimm war - warn ja schließlich Juden. -- "tsuji-giri" (japanisch) - ein neues Schwert an einem Passanten ausprobieren |
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771 18.02.2011, 12:35 Deathstar |
Sagt mal - bild ich mir das ein, oder ist dieser Verdacht wahr.:
Dieser Beitrag wurde am 18.02.2011 um 12:36 von Deathstar bearbeitet. |
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772 18.02.2011, 13:36 Chronial |
:D --"tsuji-giri" (japanisch) - ein neues Schwert an einem Passanten ausprobieren |
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773 18.02.2011, 16:57 Smeagol |
also ich seh nicht wo da auch nur ein bänker karikierter jude wäre. -- |
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774 18.02.2011, 22:42 Prefect |
Das Video setzt Banker mehr oder weniger mit den Rothschilds gleich, zumindest visuell, und die Rothschilds waren Juden. --Widelands - Gemütliche Aufbaustrategie, Free Software |
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