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Autor Beitrag
050
05.04.2003, 10:52
HasHas



weiter gehts:

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Teil 11
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Unruhig warteten im Hangar der „Dante III“ die Piloten auf das Signal für ihren Einsatz.
Von den Kampfkolossen, die in ihren Landeverankerungen hangen, ging ein beunruhigendes Leuchten aus. Wenn man genau hinsah, konnte man fließende Schlieren auf ihrer Oberfläche ausmachen. Das Fluidum überzog sie wie eine Glasur. Noch war es weiß, unschuldig.
Doch das würde sich bald ändern.
Einer der Kampfpiloten ging unruhig auf und ab. An den dunkelroten Rubinen die in die ledernen Schulterpolster seines Anzuges eingefasst waren, konnte man seinen Rang deutlich erkennen. Er war Schwadronskommandant der „Roten Staffel“, die selbst unter den Regulatoren für ihre Schlagkraft und Grausamkeit gefürchtet.
In dem dunklen Hangar konnte man nur die auf und ab wippenden Edelsteine und die stählernen Gürtelschnallen erkennen, die schwach schimmernd durch die Dunkelheit tanzten.
Mit erstarrter Miene blickte der Kommandant ins Nichts. Seine innerliche Anspannung war ihm anzusehen.
Abrupt sah er auf, als schlagartig die roten Lampen an den Wänden des Raumes aufleuchteten. Hallend drang eine Stimme aus den Lautsprechern an der Decke, gab den lang erwarteten Startbefehl. Ein kurzes, mordlüsternes Aufblitzen war in den Augen des Kommandanten zu erkennen.
Ohne Worte schwangen sich die Piloten in die Cockpite der Kolosse. Klaustrophobische Enge herrschte in ihnen, durch die enganliegenden Kampfanzüge der Piloten nur verstärkt.
Die Einstiegsluken schnappten zu und versiegelten sich pfeifend. Dampfstrahlen schossen dem Anführer der Schwadron ins Gesicht. Er griff in die für seine Hände vorgesehenen Steuervertiefungen und setzte seinen Helm auf, dessen Versorgungsschläuche mit der Maschine verbunden waren. Dann füllte sich der Innenraum gurgelnd mit dem Fluidum aus den Tanks.
Kleine Nadeln schoben sich aus der Steuereinheit, bohrten sich tief in das Fleisch seiner Unterarme. Blut quoll aus ihnen hervor und vermischte sich mit dem Fluidum. Er spürte einen Druck in seinen Venen, als sich die ölige Flüssigkeit mit seinem Körper vereinigte. Eine schreckliche Kraft schien seinen Körper zerreißen zu wollen, doch dieses Gefühl ließ schnell nach. Sein Geist floss aus ihm heraus, vereinigte sich mit dem Fluidum. Die Maschine verschmolz mit ihm, wurde zu einer Erweiterung seines Körpers.
Tief in sich drin spürte er eine dunkle Leere, verderblich, kalt. Das war der Preis für die Macht, die ihm das Fluidum gab. Er verdrängte dieses Gefühl. Bald würde er es wieder herauslassen, es kanalisieren und zu einer Waffe machen.

Unter sich hörte er das Quietschen der sich öffnenden Luken. Mit einem spürbaren Ruck lösten sich die Halteklammern und er stürzte mit seinem Kampfkoloss aus dem Bauch des Schiffes.
Im freien Fall aktivierte der Pilot die Düsen und fing seine Maschine ab. Er schaltete das HUD seines Helms ein und blickte in das funkendurchzogene schwarze Nichts der Rauchwolke. Vorsichtig ließ er den Kampfkoloss herabsinken und schließlich durchbrach der das Dunkel, das ihn umgab. Ihm gab sich der Blick auf die verkohlte Ebene preis.
Um ihn herum tauchten die seiner ersten Flügelmänner auf. In offener Formation schwebten sie herab, die Triebwerke der Kolosse brummten leise und das Fluidum in den Maschinen machte gurgelnde Geräusche, es schien beinahe, als würde es den Piloten etwas zuflüstern...

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Teil 12
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Engel stiegen vom Himmel herab. Engel aus Metall, irisierend und erleuchtet von den zahlreichen Brandherden am Boden. Nur ganz schwach umgeben von einem rotschimmernden Leuchten. Aus der Wolke tauchend zogen sie Schweife aus Rauch und Funken hinter sich her, doch schnell verloren sich die Partikel wirbelnd in der Atmosphäre.
Immer mehr von ihnen stießen durch die Wolkendecke. Unzählbar und mächtig, wie die Sterne am Firmament, so überzogen sie den Himmel mit einem orangen Tuch aus Zwielicht.
Näher kamen sie, ganz langsam. Dann hielten sie mehrere Dutzend Meter über den Köpfen der Männer an, sammelten sich zum Angriff.
Ihre scharfgeschnittenen Silhouetten, die kegelförmig nach unten zusammenliefen, waren deutlich zu erkennen. Und sie wirkten auf einmal bedrohlich, schwebenden Dolchen gleich, die Tränen eines rachsüchtigen Gottes, die auf die Erde fallen um Verderben über alle zu bringen.

Den Soldaten am Boden war die Angst ins Gesicht geschrieben. Die Furcht fuhr wie eisige Messer in ihre Herzen, machte sie unfähig zu reden, erstickte jegliches Denken und Handeln im Keim.
Die Stille wurde von blendendem Flutlicht durchzuckt. Grellweiße Strahlen schossen aus den Scheinwerfern der Flugmaschinen, tasteten mit ihren mit ihren materielosen Fingern das Schlachtfeld ab und brachen sich in den vereinzelten Nebelschwaden, die über der Ebene standen.
Den Reichssoldaten schmerzten die Augen. Sie rissen die Arme vors Gesicht, versuchten ihre Köpfe von den beißenden Strahlen abzuwenden. Helfen tat dies nur wenig, überall durchbrachen weiße Lichtkegel die Dunkelheit, schienen alles zu erleuchten, zu durchdringen, ließen die blutbefleckten Rüstungen der Männer hell aufschimmern.
Taghell war es nun, und aus einer der schwebenden Metallungetümen schoss wie ein gleißender Komet ein Flammenstoß auf die Soldaten herab.

...to be continued...

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051
05.04.2003, 13:44
Q_1



TOP! Und in jedem Fall überraschend. Ich hätte gedacht das Fluidum wäre eher so etwas wie eine Art Waffe. In einem anderen Sinne. Schreib bitte weiter, obwohl ich denke, das die das hier keiner mehr sagen muss. *gg*

Q_1

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Das Leben ist Scheiße, aber die Grafik ist Klasse.

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052
07.04.2003, 15:43
[ LOD q|p Silver ]



Also mehr als Q_1 kann ich auch nicht sagen! *g*

--

Homepage: THE CONSPIRACY IN SHADOW
Visit : HalfLife-Mods.com, HalfLife.org

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053
22.04.2003, 13:18
HasHas



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Teil 13
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Die Ebene wurde mit Flammen überzogen. Weißglühend verging alles, was in die Feuerwände geriet. Jonas taumelte durch das Inferno, suchte seinen Weg durch diesen brennenden Irrgarten. Um ihn herum verschluckte die Hölle beinahe die halbe Legion.
Hinter sich konnte er mehrere Männer erkennen, die ihm zu folgen schienen. Er stoppte, rief ihnen zu, doch in dem brüllenden Sog des Feuers verlor sich seine Stimme.
Die Gruppe war nur noch zwanzig Meter von ihm entfernt, als ein Schatten das Lichtspiel der Flammen auf seinem Gesicht unterbrach.
Wenige Schritte vor ihm tauchte mit dröhnenden Triebwerken ein gigantischer Metalltorso auf. Das Objekt schwebte knapp über dem Boden, direkt zwischen ihm und den anderen Soldaten.
Die Maschine schaltete ihre Düsen aus. Doch anstatt zu Boden zu fallen, quoll aus ihrem Inneren eine fast schwarze, teilweise silbrig schimmernde Flüssigkeit hervor.
Erst umfloss sie den gesamten Torso, dann reckte sie kleine Tentakel aus, die sich ineinander verschlungen, verdrehten und zu länglichen Gliedmaßen verschmolzen.
Ein Gleißen glitt über die erschreckend lebendig wirkende Oberfläche, die Flüssigkeit schien innerlich auszuhärten, nur eine dünne Schicht von ihr floss noch über die Maschine wie Öl über poliertes Metall. Sie ließ die Umrisse des Kolosses unscharf erscheinen und umhüllte ihn mit einer farblosen Dampfwolke.
Nur die „Hände“ und „Füße“ bewahrten ihre ölige Konsistenz und führten einen Tanz aus Wirbeln und Tentakeln auf.
Die Soldaten vor dem Objekt hoben vom Grauen erfüllt ihre Lanzen, doch es war zu spät.
Aus dem Koloss schossen flüssige Strahlen auf die Männer zu.
Sie erinnerten an glühendes Eisen, das dampfend aus einem Hochofen floss, waren jedoch nachtschwarz und glänzend wie polierte Obsidiane.
Wie Finger griffen sie nach der Gruppe Soldaten, wurden länger und erschienen mit steigender Entfernung von ihrer Quelle immer durchsichtiger, fast schon glasig.
Kurz bevor sie ihr Ziel erreicht hatten, veränderte sich ihre Form, ein Aufblitzen wie von Rasierklingen war an der Spitze der Tentakel zu erkennen.
Sie durchbohrten die Soldaten mit unglaublicher Wucht, rissen Rüstung und Fleisch in Stücke, schlitzten und zerteilten alles.
Jonas sah mit Grauen, wie Blut, Körper- und Metallteile von den Tentakeln regelrecht aufgesogen wurden. Rote Ströme und kleine Brocken flossen den Strahl hinauf zu dem Koloss und verloren sich dort in der Schwärze des quecksilbrigen Öls.
Schließlich flossen die sich bereits in Dampf auflösenden Tentakel zurück in die wabernde Masse des Ungetüms und nur die verstümmelten Überreste der Soldatengruppe zeugten noch von dem angerichteten Massaker.

Jonas war wie gelähmt vor Angst und Abscheu. Und doch hatte ihn die wilde Zerstörungswut und Macht dieses Angriffs fasziniert. Die glatte, umflossene Oberfläche des Kolosses brach das Licht der umgebenden Flammenwände und bildete ständig neue Muster. Das Fluidum zog ihn in seinen Bann, flüsterte ihm zu und unter diesen Worten drangen ganz schwach die Stimmen der dahingemordeten Kameraden hervor. Sie riefen ihn zu sich, boten ihm den Tod an. Die ersehnte Erlösung.
Jonas war kurz davor, einen Schritt nach vorne zu machen, direkt in die flüssigen Arme des Todesengels vor ihm. Doch plötzlich drehte sich die riesenhafte Gestalt unerwartet schnell zu ihm um und Jonas blickte in eine schmelzende Fratze in der tief drinnen zwei rotglühende Augen lagen, umrahmt von seltsamen metallischen Ringen und Stacheln.
Wie das Visier eines Photoapparats, zuckend du ohne erkennbaren Takt öffneten und schlossen sich die „Pupillen“ und die Metallringe kreisten einen Fokus suchend herum.
In der Oberfläche der Maschine trieben noch immer Fetzen blutigen Fleisches und Metallsplitter, tauchten in die Masse ein und wurden an einer anderen Stelle blubbernd wieder ausgespuckt.
Jonas riss den Kopf herum, seine Augen waren weit aufgerissen und schwenkten in ihren Höhlen nervös hin und her.
Überall tauchten nun die riesige Gestalten in dem Flammenmeer auf, zerschmolzen zu schrecklichen Monstern ohne klar erkennbare Konturen.
Der Koloss vor ihm hob langsam seinen Arm, deutete mit seinen Hunderten von zerrinnenden Fingern auf ihn. Er sah ein leichtes Blitzen und Flimmern in der wirren Masse der Tentakel.
Sekundenbruchteile später rannte er, lief blindlings in die lodernde Flammenhölle hinein.
Ein Luftzug näherte sich von hinten und mit unglaublicher Wucht traf ihn etwas an der rechten Schulter. Ein schwarzer Blitz zog am Rand seines Blickfeldes vorbei, durchsetzt mit Blut und den Trümmern seines Schulterpanzers.

...to be continued...

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054
22.04.2003, 13:23
Rapsyx



wargh :O

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055
22.04.2003, 16:22
HasHas



Zitat:
Raptor][6 postete
wargh :O
???

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056
22.04.2003, 18:03
Rapsyx



= geil :D

/edit

Gott bin ich gesprächig o_O

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Dieser Beitrag wurde am 22.04.2003 um 18:03 von Raptor][6 bearbeitet.
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057
22.04.2003, 19:10
HasHas



titten, gnaaaa

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058
22.04.2003, 21:46
Sprengmeister



Siehe auch:
http://forum.counter-strike.de/forum/Forum8/HTML/014530.html

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This is Nudelholz. Copy Nudelholz in your Signature to make better Kuchens and other Teigprodukte.

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059
23.04.2003, 10:28
Braindead



Die Geschichte ist gar nicht so schlecht. Sie lässt sich flüssig lesen und motiviert durch die entstehende Spannung zum weiterlesen, wenn da nicht so einige Fehler wären.

Ok. Die Rechtschreibfehler zähle ich dir da mal nicht an - denn da bin ich selbst nicht besser -, aber die vielen logischen Fehler im Ablauf der Geschichte.

z.B. redest du von einem "Fönwind" der über die Berge kommt und gleichzeitig von schwüler Hitze? Wie ist das möglich, du weißt doch wo "Fönwinde" normalerweise auftreten und wie stark die sind?
(Falls das doch möglich ist, dann sorry, und falls jemand denkt, es wäre kleinlich, das Diktat der Logik sollte selbst bei so einer Geschichte geachtet werden.)

Genau aus dem Grund kann über der Stadt auch keine schwarze Rauchwolke sein, in der sich das Flugschiff verstecken kann.

Auch sind Fehler im Zeitlichen und Räumlichen drin.

z.B. schreibst du, das Schiff wäre gelandet und dann, der Komandant auf der Brücke, sieht das treiben unter sich, er kann es aber nur vor sich sehen, da sie ja, wie du sagtest, vor der Stadt auf den Hügeln gelandet sind. Ebenso verwirrt es dann, das man plötzlich diesem einen Soldaten beiwohnt und beschrieben wird, wie das Schiff zum Landen ansetzt, wo es im vorigen Teil doch bereits gelandet war.

sind noch ne menge anderer Dinge...

aber davon abgesehen, hat es mir Spass gemacht es zu lesen.

Einige meinen ja, es wäre für ein Buch geeignet, ... vielleicht, dann aber höchstens nur als Kurzgeschichte ;), die ganzen logischen Fehler müssten raus, ausserdem darf man die ganze Sache nicht bereits veröffentlicht haben, aber egal, ich denke aus dem Grund hast du sie eh nicht geschrieben.

Aber versuche es doch mal deine Geschichte in Teilen als Serie auf dieser Website hier zu Posten: www.kurzgeschichten.de unter der Rubrik "Serie" ;)

Aber mach dich dort auf scharfe Kritik bereit, denn das ist so, als würdest du einmal ein 3d Modell hier und einmal auf cgtalk Präsentieren, hier würdest du mehr Lob bekommen, aber (konstruktive)Kritik bringt dich weiter.

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060
23.04.2003, 19:52
HasHas



danke für die Kritik!

ich weiß, dass einige logische Fehler drin sind, das liegt wohl an den langen Zeitabständen, in denen ich die verschiedenen Teile der Geschichte geschrieben habe.

Zu dem Punkt mit der Landung des Schiffs:

die Geschehnisses an dieser Stelle laufen quasi parallel ab (wie auch an manch anderer Stelle). Ich hätte sie wohl besser in einen Teil zusammengefasst...

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Dieser Beitrag wurde am 23.04.2003 um 19:55 von HasHas bearbeitet.
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061
23.04.2003, 20:23
Braindead



Ich habe mir das irgendwie auch schon gedacht, das es parallel sein könnte. Wie dem auch sei, es hat dem Spass am lesen trotzdem keinen abbruch getan ;) .... wobei solche parallelen Handlungen am selben Ort auch nicht gerade einfach sind zu beschreiben ohne langweilig zu werden, von daher ist es ok, aber nur nicht so ganz ersichtlich, das es parallel ist. Mach weiter so.

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062
01.06.2003, 18:53
HasHas



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Teil 14
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Zuckendes rotes Licht mischte sich mit dem kränklichen Blauschimmer der flimmernden Bildschirme in der Kommandobrücke der Dante III.
Der General lehnte in seinem Sessel, die Hände verschränkt und scheinbar unentwegt auf den Hauptbildschirm starrend. Doch sein Blick war ins Leere gerichtet, in eine schier endlos erscheinende Schwärze, die seine Gedanken füllte.
Eben war ein Funkspruch aus der Zentrale eingegangen, mit höchster Priorität.
Einer seiner „Informanten“ in der Abteilung der Wahrscheinlichkeitsmechaniker hatte ihm mitgeteilt, dass der Angriff auf Antiochia einer Unregelmäßigkeit der Klasse A, der höchsten Gefahrenklasse, galt.
Das war dem General durchaus bekannt, schließlich war es die Mission der Regulatoren, Instabilitäten in der Existenz auszutilgen. Was ihn aber aufs höchste beunruhigte war, dass nicht die Stadt oder die Reichsarmee die Unregelmäßigkeit darstellte.
Im Dunkel seines Geistes materialisierte sich langsam EIN Gedanke, so scharf und bedrohlich wie ein Schwert, das sein Herz durchbohrte.
Wenn nicht das Reich das instabile Element in diesen Ereignissen war, war es dann......
Der Gedanke verflüchtigte sich wieder, zog sich in die Dunkelheit zurück. Tief in seinem Unterbewusstsein blieb er bestehen und schnürte General Eynem langsam die Gurgel zu.
War das alles eine Selbstmordmission?
Ein unmerklicher Ruck ging durch ihn, seine Augen waren wieder auf das Schlachtgeschehen fokussiert. Die Flammen zogen in hauchdünnen Linien mythisch anmutende Muster über den Boden, Runen aus Feuer tauchten auf und verschwanden wieder in rußigem Rauch. Dazwischen tobte eine Schlacht zwischen den schemenhaften Kolossen der Roten Staffel und der Inquisitoren-Panzerdivision.
Und tief im Dunkeln lauerte dieser Gedanke, ganz hinten im Kopf, wo nur noch die Angst sitzt, wurde größer, wucherte, wuchs zu etwas grauenvollem heran.

...to be continued...

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