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Autor Beitrag
025
14.02.2003, 20:00
Rapsyx



Schreib weiter du Sack :D

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026
16.02.2003, 13:48
HasHas



bin heute zu faul ;)

vielleicht find ich morgen Zeit für Teil 7...MöP!

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027
18.02.2003, 17:21
HasHas



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Teil 7
-----------------------------

Ein Schatten glitt durch die Gänge des Regulatorenschiffes „Dante III“. Das von der Seite eindringende Dämmerlicht zerrte die Gestalt bis zur Decke hinauf. Die Spinnenarme der Projektion an den Wänden wippten unheimlich vor und zurück. Die hagere Gestalt, zu der dieser Schatten gehörte, schien durch die Gänge zu schweben. Hinter sich her schleifte sie einen Umhang über das Gitterblech des Bodens. Die hochgschlossenen Lederstiefel jedoch machten keine Geräusche auf dem Metall, als würde ein Gespenst durch die Korridore wandeln. Von Zeit zu Zeit blieb der Mann stehen und betrachtete durch ein Bullauge das Funkenspiel, draußen in der endlosen Dunkelheit der Rauchwolke, in dem sich das Schiff seit dem Angriff auf Antiochia versteckt hielt. Wie Katzenaugen wirbelten die glühenden Partikel vorbei und zauberten rotschimmernde Muster auf die steril weißen Aluminiumfließen des Korridors. Der Mann, dessen Uniform von Dutzenden Lederriemen eng an den Leib geschlungen wurde, setzte seinen Weg durch das Zwielicht der Gänge fort.
Der Gang führte in mehreren Biegungen in den Bauch des Luftschiffes und mündete schließlich in eine große Halle. Eine an Verstrebungen hängende Brücke 50 Meter über dem Boden des Raumes verband zwei Korridore. Als der Mann aus einem von ihnen herausschritt, schlug ihm von unten Gluthitze entgegen. Unten konnte man riesige Schmelztiegel erkennen. Rundherum standen Männer in Asbestanzügen. Ihre verspiegelten Schutzbrillen leuchteten wie Irrlichterketten im Halbdunkel des Saals.
In den Bottichen brodelte eine silbrig schimmernde Flüssigkeit, deren Farbe unregelmäßig von weiß in schwarz und umgekehrt umschlug. Das war nicht gut, wussten die Techniker, die um die Behälter herumstanden, Armaturen bedienten und lange Messstangen in die ölige Flüssigkeit tunkten. Das Fluidum musste schnellstens stabilisiert und für den Einsatz in den Kampfkolossen bereit gemacht werden. Kleinste Fehler in der Kalibrierung konnten für die Piloten der Maschinen tödlich sein.
Riesige Magnetringe rund um die Tanks wurden angeworfen und zwangen das Fluidum in die richtige Polung. Schlagartig wurde der Inhalt der Tanks schneeweiß und begann leicht zu schimmern.
Ein Chefingenieur entnahm eine Probe der Flüssigkeit. Wie Sirup floss sie in dem Teströhrchen hin und her. Mit einer Nadel stach der Techniker sich in den Finger und hielt ihn über den offenen Probenbehälter. Blut drang langsam aus der Wunde an der Fingerkuppe. Langsam wuchs ein dunkelroter Tropfen heran, glänzte kurz auf, wurde schwerer, konnte der Schwerkraft schließlich nicht mehr widerstehen und fiel in das Röhrchen mit dem weißen, öligen Fluidum.
Was dann geschah, spielte sich innerhalb von Millisekunden ab.
Ehe der Tropfen die Flüssigkeit erreicht hatte, verfärbte diese sich schlagartig nachtschwarz. Kleine Ströme erhoben sich wie Tentakel aus der glatten Oberfläche und strebten dem Tropfen entgegen. Die winzigen Flutwellen stürzten sich wie Raubtiere auf den Punkt, an dem der Blutstropfen in das Fluidum gestürzt war. Kurz darauf begann eine heftige Reaktion in dem Proberöhrchen. Blitzschnell schlug der Techniker einen Deckel auf den Behälter und versiegelte ihn. Gerade noch rechtzeitig, die schwarze Brühe hatte bereits den oberen Rand des Gläschens erreicht. Wie ein wildes Tier tobte es nun darin, schwappte hin und her und streckte kleine Tentakel zu dem verschlossenen Deckel.
Die Mischung stimmte, die Reaktion war perfekt.
Das Fluidum war fertig zum Kampfeinsatz.

Über den Köpfen der Männer setzte der uniformierte Mann seinen Weg fort. Ein Grinsen huschte über sein fahles Gesicht. Die Techniker hatten gute Arbeit geleistet, dem Sieg stand nun nichts mehr im Wege.

...to be continued...

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028
18.02.2003, 17:26
-ReFlex-



WoW!

Du bist gut, schreib ein Buch! *g*

--

ReFlex's Suite

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029
19.02.2003, 10:42
[ LOD q|p Silver ]



Jo das kann ich auch sagen... wozu dieses fluidum wohl gut ist :)
ein echt gemeiner kampfstoff.. da verletzen wir wenige und den rest macht die schwarze mischung.. bin gespannt wie es weiter geht..

--

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030
19.02.2003, 11:05
HasHas



Das Zeug bash0rt echt alles weg ;)
Aber ihr werdet sehn, wie's weitergeht...

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031
21.02.2003, 19:25
[ LOD q|p Silver ]



HasHas was ist los? Will wissen wie's weiter geht.. ich habe mir jetzt sogar mal erlaubt das ganze auszudrucken und jemand anderen zum lesen gegeben, dem solche geschichten auch gefallen, der will's auch wissen.
ALSO BITTE!!! Mach was!

--

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032
23.02.2003, 13:39
HasHas



komm grad frischgebräunt zurück aus dem Urlaub. Tschulligung für die längere Unterbrechung.
Mach mich schon wieder ans Werk...

--

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033
23.02.2003, 14:12
}ShadowLord{



Hey, ich kenne nur wenige, die so gut schreiben können.
Die Story ist Top...

Und wehe es meckert wieder jemand :}

--

if there is a god, i doubt its sanity.

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034
24.02.2003, 20:18
HasHas



weiter geht es:

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Teil 8
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Die Schutztüren öffneten sich zischend. Dampfstrahlen schossen aus den Pneumatikventilen, ließen den Umhang der Person kurz aufwehen, die lautlos die Brücke der „Dante III“ betrat.
Der wachhabende Offizier schlug die Hacken zusammen und salutierte.
„General Eynem an Deck!“
Dem Untergebenen keine Beachtung schenkend schritt der General auf den großen Sessel in der Mitte des hohen Saals zu. Er nahm Platz und richtete seinen Blick auf die riesige Glasfront vor sich, in welcher der heruntergefahrene Schutzpanzer nur ein kleines Sichtfenster auf das Spiel von Rauch und Funken außerhalb des Schiffes zuließ.
„Terrain unter uns auf den Schirm!“, befahl er dem Offizier an der Beobachtungsstation.
Einige Handgriffe an den Instrumenten, die große Glasfront leuchtete kurz auf und flutete den Raum mit fluoreszierendem Licht. Gespenstische Schatten flossen die Wände hinauf und verloren sich in den konzentrischen Verstrebungen der Decke.
Stück für Stück baute sich an den Rändern der Glasfront ein Bild auf, wurde größer, schloss sich wie ein Vorhang in der Mitte und wurde zu einem riesigen Bildschirm.
Man konnte die öde Ebene sehen, die Ruinen der Stadt, in denen vereinzelte Feuerstöße aufblitzten, sogar die Reichsartillerie auf der Hügelkette südlich der Stadt war zu sehen. Die Videodrohnen sendeten unbemerkt von den Bodentruppen Bilder der Schlacht in Echtzeit an das Regulatorenschiff. General Eynem griff in den von Drähten überzogenen Handschuh, der mit dem Kommandosessel verkabelt war. Ruhig zog er ihn an den Fingern straff, streckte die Hand kurz durch. Er griff in die Luft vor dem Bildschirm und zog die Hand zurück, als würde er einen imaginären Schalter betätigen.
Augenblicklich zoomte die Aufnahme heran. Eine Handbewegung nach rechts, noch etwas nach oben und der Handelspalast war im Zentrum des Bilds zu sehen. Noch etwas heran. Am Boden bewegten sich kleine Punkte, die unschwer als Reichsinfanterie zu erkennen waren.
In den zerstörten Häuserschluchten stiegen Feuerwolken auf. Die Artillerie schoss sich gerade auf ihr Ziel, die Regulatorentruppen im Handelspalast ein.
Plötzlich raste ein schwarzes Objekt donnernd über den Schirm, füllte das Bild für Millisekunden komplett schwarz aus und war ebenso schnell wieder verschwunden.
Einer der Brückenoffiziere taumelte vor Schreck rückwärts und konnte sich gerade noch an einem Geländer fangen. Das Bild wackelte noch kurz, beruhigte sich aber gleich wieder.
Das Objekt konnte nur eine Artilleriegranate gewesen sein. Sie war direkt unter der Kamera durchgezischt und hätte beinahe eine der teuren Drohnen zerstört.
Den General konnte das nicht aus seiner stoischen Ruhe bringen.
Wenn man das Kommando über mehr als die Hälfte der Truppen innehatte, die in den Hangars des Schiffes geduldig auf ihren Einsatz warteten, dann hatte man ganz andere Sorgen und Ängste. Und zweihundert Meter über dem Boden, geschützt durch Tonnen von Speziallegierung, konnte einen ein einzelnes verirrtes Geschoss wohl kaum beunruhigen.
Mit einer schnellen Handbewegung bewegte der General den Bildschirmausschnitt zu den Hügeln, auf denen ,in sauberen Reihen aufgestellt, die Kanonen des Reichs standen und unentwegt feuerten.
„Bataillon 12 bereitmachen und in die Shuttles schicken!“, befahl General Eynem dem ersten Offizier, „Die Transporter sollen über den gegnerischen Artilleriestellungen Position beziehen. Tarnung erst auf meinen Befehl verlassen und angreifen. Umgehend die Feuerleitstelle benachrichtigen und den Rest der Truppen in Bereitschaft halten!“

Kurz darauf bahnten sich die ersten Transportschiffe ihren Weg durch die dichten Rauchschwaden. Das Dröhnen der Rotoren wurde von dem Donnerhall der Reichskanonen übertönt und die Flugmaschinen gingen unbemerkt über ihnen in Stellung.
Lauerten.
Warteten auf ihren Auftritt auf dieser Bühne des Mordes.
Ein Damoklesschwert mit wild kreiselnden Propellern und Bäuchen voll von präzisen, tödlichen Werkzeugen der Vernichtung.

Konzentriert starrte der General auf den Schirm vor sich, bewegte das Bild über das Schlachten und Morden am Boden und gab Befehle. Er war der Dirigent in diesem Orchester des Todes und bereitete mit ruhigen Handbewegungen den Untergang der Reichsarmee vor.
Etwas weckte plötzlich sein Interesse.
Eine der Infanteriegruppen hatte den Platz vor den Ruinen des Handelspalastes erreicht und griff die in einem der Türme verschanzten Regulatorentruppen an. Die Artillerie hatte sich bereits auf das Gebäude eingeschossen. Die Projektile rissen Löcher in die Flanken des Turms, Putz und Mauerwerk stieb in weitem Bogen davon.
Die Leuchtspurmunition der verschanzten Truppen zog helle Bahnen über den Platz und nahm die Reichstruppen aufs Korn.
Der General sah, wie sich einige von ihnen zur Seite warfen um dem Feuer zu entgehen...

...Jonas hechtete hinter eine teils eingestürzte Hauswand, um den grellgelben Blitzspuren zu entgehen, die den Soldaten zischend um die Ohren flogen. Einer der Männer war nicht schnell genug, ein Geschoss durchdrang seine Rüstung. Der Kamerad fiel mit ausgebreiteten Armen nach vorne und blieb reglos liegen. Weißer Rauch drang aus dem gelb glühenden Loch in seinem Brustpanzer.
„Wo bleibt das Unterstützungsfeuer!“, brüllte der General ins Feldfunkgerät. Maschinengewehrfeuer hämmerte aus den Fenstern des Gebäudes vor ihnen. Doch das Rattern schien zu einem leisen Grillenzirpen zu verstummen, als donnernd der Stahlhagel der Kanonen auf die verschanzten Truppen losbrach.
Das schwache Gegenfeuer der Artilleriekanonen auf dem Platz vor dem Palast erstickte in den Granatsplittern. Eines der Geschütze der Regulatoren wurde direkt getroffen, das zerborstene Kanonenrohr flog in hohem durch die Luft und rammte sich knapp vor Jonas wie ein Speer in den Boden. Feindsoldaten rannten brennend über den Platz und wurden von den Feuerwolken der Granaten verschluckt. Doch ihre erstickten Schreie brannten sich in Jonas’ Gehirn, gesellten sich zu den Bildern der Kameraden, die tot oder sterbend überall in der Ebene lagen.
Das allgegenwärtige Grauen drohte ihn in den Wahnsinn zu stürzen.
Für Sekunden spürte er das Verlangen aufzustehen, direkt in das Sperrfeuer zu laufen. Sterben. Schlafen. Das war sein einziger Wunsch.
Nur der Tod könnte ihn jemals von diesen Schrecken erlösen.

Aber sein innerster Überlebenstrieb war stärker, gab ihm neuen Mut. Das Fleisch war geduldig und der menschliche Verstand konnte seine eigenen grauenvollen Ausgeburten gut verkraften.

Jonas raffte sich auf. Er löste die Halteriemen seines Flammenwerfers und nahm ihn vom Rücken. Die klobige Waffe lag in seinen zitternden Händen. Er aktivierte den Zündfunken, prüfte, ob die Brennstofftanks auch voll waren.
Er lugte um de Ecke des Mauerrestes, hinter dem sein Zug in Deckung gegangen war.
In jenem Moment stürzte einer der Türme unter dem Artilleriefeuer in sich zusammen.
Das Gewehrfeuer verstummte, doch der Granatregen auf den Palast ging weiter.
Die Stützpfeiler des Gebäudes barsten, Mörtelstaub drang aus allen Fenstern und Ritzen.
Die riesigen Tore des einstürzenden Baus schwangen auf, Schutt ergoss sich auf den großen Platz, gefolgt von den Regulatoren, die die Salven der Artillerie überlebt hatten.
Der Feinde stürmten auf sie zu, suchten ihr Heil in einem verzweifelten Frontalangriff.
„Gegenangriff, sofort! Los, ihr Schweinehunde, reißt die Bastarde in Stücke!“, schrie der Anführer der Truppe und zog seinen Säbel.
Unter lautem Fluchen und Geschrei stürzte sich der Zugführer auf die panisch vorwärtspreschenden Regulatoren.
Jonas spürte einen Adrenalinschub. Sein Kampfgeist war wieder erwacht. Mordlüstern rannte er mit dem Rest der Truppe auf die überlebenden Feinde zu.

...to be continued

--

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035
24.02.2003, 20:50
MurdoC



Einen schönen Guten Abend alle zusammen,

ich habe mir ehrlich gesagt die Geschichte nicht durchgelesen und würde gerne eine Frage in den Raum stellen: Lohnt es sich die Geschichte zu lesen bzw. um was für eine Art Geschichte handelt es sich? Denn soweit ich das verstanden habe hat HasHas eine schöne Erzählweise. Aber da ich im Moment nur wenig Zeit habe und ein langsamer Leser bin stellt sich für mich die oben genannte Frage.

mfg MurdoC

--

Wer anderen ein Grube gräbt, der hat wohl ein Grubengrabgerät...
-----------------------------
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*****ICQ 126894404*****


Dieser Beitrag wurde am 24.02.2003 um 20:53 von MurdoC bearbeitet.
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036
25.02.2003, 02:44
}ShadowLord{



Die Story is Top, lohnt sich wirklich zu lesen.

--

if there is a god, i doubt its sanity.

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037
25.02.2003, 11:04
[ LOD q|p Silver ]



Also ich kann die worte von shadow nur wiederholen!!!

--

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038
07.03.2003, 17:35
[ LOD q|p Silver ]



HasHas!! Was ist los? Gehts nicht weiter? Die Geschichte ist wirklich gut geschrieben! Bitte schreib noch weiter!

--

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039
07.03.2003, 20:28
HasHas



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Teil 10
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„Gebiet gesichert, Feuer einstellen!“, funkte der Feldkommandant an die Artilleriestellung anf den Hügeln.
Vereinzeltes Pfeifen über ihren Köpfen, die letzten Projektile schlugen ziellos in den Trümmerhaufen des ehemaligen Handelspalastes ein. Fünf oder sechs Mörtelwolken schossen wie kleine Pilze aus dem Schutt, dann war der Spuk vorbei.

Jonas fröstelte. Das Wetter hatte während der Schlacht umgeschlagen und die Temperatur fiel stetig. Ein Blitz zuckte durch das schwarze Meer über den Köpfen der Männer, gefolgt von einem Donnerschlag. Kurz darauf fielen erste schmutzige Schneekristalle herab. Von Aschepartikeln schwarz gefärbte Flocken, langsam segelten sie zu Boden und hüllten die Szenerie in ein graues Leichentuch, färbten sich dort rot, wo die Erde mit Blut getränkt war.
Ein Finale wie in einem apokalyptischen Theaterspiel. Bald versank alles unter einer dichten Decke aus Schnee und Asche, aus der Körper, gebrochene Lanzen bizarr herausragten.
Dazwischen wandelten dunkle Gestalten, die Köpfe gesenkt und mit schlurfendem Gang, einige humpelnd und verwundet. Nur einzelne Blitze erhellten den Platz und beleuchteten die Gesichter der Soldaten. Kalt, versteinert wirkten sie.
Ausgezehrt und müde von der Schlacht ließ sich Jonas einfach fallen, legte sich in die bereits zentimeterdicke Schneedecke und reckte die Glieder von sich. Er wollte er wäre jetzt tot gewesen, läge mit kaltem Blick da und der Schnee würde seinen Körper zudecken.
Schlimmer, als in einer Schlacht zu fallen war, sie zu überleben. Dass musste er heute schmerzlich feststellen.
In seinen Augenbrauen verfingen sich Schneeflocken, färbten sie weiß ein. Er sah plötzlich alt aus, tiefe Furchen zogen sich über sein Gesicht, die Lider waren halb geschlossen und seine Augen saßen wie zwei Eiskristalle in ihren Höhlen.
Sein Blick schweifte über die künstliche Nacht der Wolke, tiefschwarz und sternenlos erstreckte sie sich über ihm.
Grau und schmutzig wirbelte der Schnee durch die Luft, suchte sich seinen Weg zur Erde.
Flimmernde Eintönigkeit über ihm, doch halt, hatte er nicht kurz ein Schimmern, ein Aufblitzen in der Wolke gesehen?
Da war es wieder, ein weißer Punkt, nein, es war keine Schneeflocke, es wurde immer größer, blitzte metallisch auf und kam immer näher. Senkte sich zu ihnen herab wie, wie ...... ein Engel.
Ein Todesengel.

Ein Rauschen unterbrach die monotone Stille, eine knisternde Stimme drang aus einem der Feldfunkgeräte.
„Bitte kommen, b.... kommen, hier Artill....division Charlie drei, erbitten sof.... H..fe, wiederhole, brauchen Hilfe, werden angegr....., Reg.....rentr..ppen überall! Verstärkung schicken, schn..ll!

Rauschen, sonst nichts mehr, drang aus dem Lautsprecher.

„Hier Legion 14! Charlie 3, was ist bei euch los?!“, brüllte der Kommandant ins Mikro, „Statusmeldung wiederholen, Verbindung reißt ab!“

„Angriff v... hint...., sie kommen m... ........schiffen. Vertei.......linie br..cht! Oh m..... Gott, schickt ..... ........... rauf! Rückzug, Rück.......... .........! Nein, nicht, he...............br...........“

„Charlie 3, Charlie 3! So eine verdammte Scheiße auch!“

Der Feldkommandant schleuderte das Mikro zu Boden, es zerbrach in seine Einzelteile.

Über sich sah Jonas immer mehr der glänzenden Punkte aus der Wolke auftauchten, gemächlich wie der Schnee sanken sie zu Boden.

Und er wusste, sie würden ihm Erlösung von seinem Leben bringen.

...to be continued...

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040
07.03.2003, 23:44
Rapsyx



Du hast 3 stunden zeit gehabt, wo bleibt teil 11? :D~~~~°

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041
08.03.2003, 11:22
Q_1



Und warum hast du Teil 9 übersprungen???

Moin, ich habe auch alles durchgelesen, aber ich war doch n bissl verdutzt!
Nach Teil 8 gleich Teil 9??

Weiterschreiben - Bidde!

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Das Leben ist Scheiße, aber die Grafik ist Klasse.


Dieser Beitrag wurde am 08.03.2003 um 11:24 von Q_1 bearbeitet.
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042
08.03.2003, 11:22
Q_1



Bittelöschemich!

--

Das Leben ist Scheiße, aber die Grafik ist Klasse.


Dieser Beitrag wurde am 08.03.2003 um 11:23 von Q_1 bearbeitet.
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043
08.03.2003, 11:22
Q_1



Bittelöschemich!

--

Das Leben ist Scheiße, aber die Grafik ist Klasse.


Dieser Beitrag wurde am 08.03.2003 um 11:23 von Q_1 bearbeitet.
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044
08.03.2003, 11:22
Q_1



Bittelöschemich!

--

Das Leben ist Scheiße, aber die Grafik ist Klasse.


Dieser Beitrag wurde am 08.03.2003 um 11:23 von Q_1 bearbeitet.
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045
08.03.2003, 11:45
-ReFlex-



Die Story ist so Geil, wenn sie fertig ist schick sie an einen verlag, damit kannst echt krass kohle machen!

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ReFlex's Suite

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046
08.03.2003, 12:43
HasHas



Zitat:
Q_1 postete
Und warum hast du Teil 9 übersprungen???

Moin, ich habe auch alles durchgelesen, aber ich war doch n bissl verdutzt!
Nach Teil 8 gleich Teil 9??

Weiterschreiben - Bidde!

da ist mir beim Posten n kleiner Fehler unterlaufen, das, was ich als Teil 8 gepostet hab, enthält auch Teil 9. Hab leider die Unterteilung vergessen.

hier müsste die Unterteilung sein:

......Die Leuchtspurmunition der verschanzten Truppen zog helle Bahnen über den Platz und nahm die Reichstruppen aufs Korn.
Der General sah, wie sich einige von ihnen zur Seite warfen um dem Feuer zu entgehen...


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Teil 9
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...Jonas hechtete hinter eine teils eingestürzte Hauswand, um den grellgelben Blitzspuren zu entgehen, die den Soldaten zischend um die Ohren flogen......

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Dieser Beitrag wurde am 08.03.2003 um 12:44 von HasHas bearbeitet.
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047
10.03.2003, 14:40
}ShadowLord{



Wie immer gut erzählt und sehr glaubhaft. Nur weiter so!

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if there is a god, i doubt its sanity.

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048
10.03.2003, 16:46
[ LOD q|p Silver ]



ich glaube ich brauche nix mehr dazu sagen.. ist einfach super!Und übrigens DANKE für's weiter schreiben!

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Dieser Beitrag wurde am 10.03.2003 um 16:46 von [ LOD q|p Silver ] bearbeitet.
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049
14.03.2003, 19:03
HasHas



bitte sehr ;)

ich schau mal, dass Teil 11 bald fertig wird...MöP!

"Tastaturen verursachen bei übermäßiger Anwendung Gicht und Gelenksleiden!"

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