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Autor Beitrag
000
09.02.2009, 18:45
Krifitze



Guten Abend,

vor Kurzem gab es eine Welle an »Starterkits« von Webdesignern für Webdesigner, damit beim Start eines neuen Projekts schon eine gewisse Grundstruktur gegeben ist.
Beispiele für klassische Starterkits:

http://www.peterkroener.de/das-website-starterkit/
http://praegnanz.de/weblog/htmlcssjs-kickstart

Auch ich hab mir damals so eine Verzeichnisstruktur mit fast leeren Dateien angelegt. Nach und nach merkte ich aber, dass doch bei jedem Mal etwas verändert werden musste. Anderer Dokumententyp, Inkludieren von externen JS-Bibliotheken etc.

Es wuchs die Idee eines kleinen Konsolenprogramms heran, welches genau solche Einstellungen vornimmt, bevor es die Dateien ins gewählte Projektverzeichnis legt. Will man eine Standardeinstellung, ruft man das Programm einfach ohne Parameter auf. Dem Programm soll der perfekte Mittelweg zwischen den klassischen Starterkits, bestehend aus ein paar Datein/Verzeichnissen, und YAML oder anderen Monster-Frameworks gelingen.

Zur Funktionsweise

Ein beispielhafter Programmaufruf könnte demnach wie folgt aussehen:

Quellcode:webpushstart -d ~/Desktop/Web/Projektname
Mit dem Parameter d wird das verzeichnis angegeben, in das die Dateien gelegt werden. Gibt man nichts an, wird zum Beispiel ein Verzeichnis in ~/.webpushstart/Projekte/Neues_Projekt angelegt (Linux).

Geplant sind dann noch folgende Parameter:

-t Doctype (HTML 4.01, HTML5, XHTML 1.0 Strict, XHTML 1.1, XHTML 1.0 Transitional)
-j JavaScript Bibliotheken (MooTools, jQuery …)

Darüberhinaus noch folgende Metaangaben:

-a Autor
-k Keywords
-n Description

Zur Technik

Ich habe eigentlich vor, das Ganze in Perl umzusetzen, da damit das hantieren mit Strings sehr angenehm ist, und es unter GNU/Linux standardmäßig gegeben ist. Mein größtes Problem ist derzeit die Tatsache, dass die meisten Webworker eben keine coolen Pinguine sind sondern Macs benutzen. Ich habe noch nie mit einem Mac gearbeitet und deshalb würde mich interessieren, ob man Perl-Skripte da gut zum Laufen bringen kann.

Es gibt eine Konfigurationsdatei und laut dieser werden die Verzeichnisse erstellt und manipulierte Dateien kopiert.
Ein Beispiel-Template für die spätere index.html könnte so aussehen:

Quellcode:<wps:doctype />
<wps:html_start_tag />
  <head>
    <title><wps:project_title /></title>
    <wps:meta name="content-type" />
    <wps:meta name="content-language" />
    <wps:meta name="content-script-type" />
    <wps:meta name="content-style-type" />
    <wps:meta name="robots" />
    <wps:meta name="author" />
    <wps:meta name="description" />
    <wps:meta name="keywords" />
    <wps:meta name="language" />
    <wps:link name="stylesheets" />
    <wps:link name="shortcut-icon" />
    <wps:scripts />
  </head>
  <body>
  </body>
</html>
Wie man sieht; ein XML-Dokument. Die Schnipsel werden dann vom Programm durch die HTML-Äquivalenzen mit Rücksicht auf die Nutzereingaben ersetzt. Dieses System macht es den Anwendern möglich, das Template nach Ihren Vorstellungen zu verändern.

Was ich jetzt wissen möchte, bevor ich mich da tatsächlich ernsthaft ransetze:
Glaubt ihr, so ein Programm wird genutzt?
Glaubt ihr, die piekfeine Mac-Gesellschaft lässt sich auf »Urzeit«-Konsolenprogramme ein?
Ist das System so in Ordnung?
Wie könnte man den Programmaufruf etwas humaner gestalten, welche Namen sollten für die Doctypes verwendet werden (xhtml1strict, xhtml1.0strict, xhtml 1.0 strict …)?

--

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Dieser Beitrag wurde am 09.02.2009 um 18:49 von Krifitze bearbeitet.
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001
09.02.2009, 19:27
dp
Administrator


ich hab zwar noch nie so ein hippes startkit benutzt, aber eine schreibgeschuetzte, minimale xhtml-datei dient mir seit jahren als 'template', das ich dann einfach kopier. trotzdem hoert sich dein ansatz sinnig an; wenn man mehr als nur einfache seiten baut sicher brauchbar.

perl sollte eigentlich kein problem sein mit osx, ich wuerde persoenlich aber lieber zu python greifen. afaik haben turbogears und rubyonrails auch so teile, die bevorzugt unter macs benutzt werden in den dazugehoerigen screencasts. ich wuerde dann allerdings noch ne --interactive option hinzufuegen, bei der das tool nach den jeweiligen sachen fragt und eventuelle optionen anzeigt. gerade bei doctype ist das sicher nett.

--

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002
09.02.2009, 22:01
LeJean



Klingt sinnig und ich könnte mir sehr gut vorstellen, das zu nutzen. Sofern es etwa meinen Vorstellungen entspricht, aber die Seite von Pepes Blog, die du verlinkt hast, ist da ein sehr guter Ansatz.

Wie wär's denn alternativ mit nem Eclipse-Plugin? Ich persönlich nutze Eclipse für sehr viel, u.a. auch für PHP und Co. Allerdings kann ich schlecht einschätzen, wie verbreitet PHPclipse sonst so ist - und doof wär auch, wenn du selbst das gar nicht nutzt ;)

--

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003
09.02.2009, 23:43
chriss



Zitat:
Glaubt ihr, die piekfeine Mac-Gesellschaft lässt sich auf »Urzeit«-Konsolenprogramme ein?
:P

Ja, es gibt tatsächlich Mac-User die mit der Konsole umgehen können.

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004
10.02.2009, 11:57
dp
Administrator


eclipse plugin waere ziemlich kontraproduktiv, so ein programm will ich ja 'mal eben' nutzen koennen und nicht erst warten, bis eclipse gebootet hat und ich dort ein projekt angelegt hab. dass jemand sowieso eclipse geoeffnet hat, duerfte eher ein spezialfall sein.

--

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005
10.02.2009, 22:56
LeJean



Naja, Voraussetzung dafür ist natürlich, dass du dann im weiteren Verlauf auch mit Eclipse dran arbeiten würdest. Daher auch meine Anmerkung, dass ich nicht weiß wie weit verpreitet PHPeclipse und Co. sind.
Sonst macht die Sache natürlich keinen Sinn - kein Mensch fährt extra das Eclipse-"OS" hoch, nur um ein paar Dateien und Ordner anzulegen.

--

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006
11.02.2009, 09:18
luckerking



Ich würd eher zu einer Konsolenanwendung tendieren.
Es ließe sich ja auch relativ schnell eine passende Anwendung die auf die Konsolenanwendung aufbaut realisieren.
Ich selbst habe zwischen durch auch mal mit PHPEclipse gearbeitet, aber ich weiß nicht wie das Plugin-System aufgebaut ist.
Aber wird es nicht genauso möglich sein über ein Eclipse-Plugin, eine Konsolenanwendung aufzurufen?

Warum willst du die Anwendung nur auf Linux und Mac begrenzen, wie sieht es den mit Windows aus?
Ich persönlich entwickle gerade unter Windows eine Website (hängt damit zusammen, dass ich auf dem selben Rechner für .Net entwickel).

--

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007
11.02.2009, 09:29
Adrian_Broher
Admin


Zitat:
luckerking postete
Warum willst du die Anwendung nur auf Linux und Mac begrenzen, wie sieht es den mit Windows aus?
http://win32.perl.org/wiki/index.php?title=Main_Page

--

There is nothing wrong with high standards. It's your problem that you don't meet them.
If you think it's simple, then you have misunderstood the problem.
When a customer says "nothing has changed", assume they're lying.

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008
11.02.2009, 09:48
luckerking



Ok habe mir schon fast gedacht, dass es sowas gibt.
Aber wie sieht es mit den Leuten aus, die sie mit Perl nicht auskennen(mich eingeschlosen) und nicht wissen, dass es sowas für Windows gibt.
Ich meine damit die Leute die zum ersten mal eine eigene Website bauen wollen und/oder noch nicht so viel Erfahrung mit Webentwicklung haben?
Für diese Leute wäre das Tool doch genau das richtige oder möchtest du diese Zielgruppe erst gar nicht ansprechen?

Warscheinlich ist die Installation von Perl unter Windows so leicht, das es jeder hinkriegen würde, aber ich kann mir gut Vorstellen das sich einige Leute davon abschrecken lassen würden.

(Ist nur ein Gedankengang und muss nicht stimmen)

--

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009
11.02.2009, 18:16
Krifitze



Zitat:
Ich meine damit die Leute die zum ersten mal eine eigene Website bauen wollen und/oder noch nicht so viel Erfahrung mit Webentwicklung haben?
Für diese Leute wäre das Tool doch genau das richtige oder möchtest du diese Zielgruppe erst gar nicht ansprechen?
Ich denke nicht, dass Anfänger meine Zielgruppe sind. Die sollen erstmal alles from scratch lernen, und dazu sind »Frameworks« oder auch komplexe IDE’s (Eclipse) nicht geschaffen.

Tatsächlich ist die Zahl der Webworker ohne Mac erschreckend gering (subjektive Auffassung).

Eclipse-Plugin … mal schau’n; aber ein Konsolenwizard ist schon eingeplant und auch nicht aufwendig zu implementieren.

--

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