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000
07.08.2009, 03:18
Fox Mulder



Zitat:
Der österreichische IT-Sicherheitsspezialist Peter Kleissner hat auf der Sicherheitskonferenz Black Hat ein Bootkit namens Stoned demonstriert, das in der Lage ist TrueCrypts vollständige Partitions- und Systemverschlüsselung auszuhebeln. Bootkits sind eine Kombination aus einem Rootkit und der Fähigkeit des Schädlings, den Master Boot Record des PC zu modifizieren und so bereits vor dem Start des Betriebssystems aktiv zu werden.
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Kleissners im Sourcecode verfügbares Bootkit kann alle gängigen 32Bit-Windows-Varianten von Windows 2000 bis hin zu Windows Vista und dem Release Candidate von Windows 7 infizieren. Stoned schreibt sich in den Master Boot Record (MBR), der auch bei einer vollständig kodierten Festplatte stets unverschlüsselt ist. Beim Start wird das Bootkit zuerst vom Bios aufgerufen. Das Bootkit startet dann den TrueCrypt-Bootloader. Um die TrueCrypt-Verschlüsselung auszuhebeln, biegt Kleissner nach eigenen Angaben keine Hooks um und modifiziert den Bootloader auch nicht. Vielmehr leitet er den I/O-Interrupt 13h per "Double Forward" um und kann sich so zwischen die Windows-Aufrufe und TrueCrypt hängen. Kleissner hat Bootkit speziell auf TrueCrypt angepasst, wobei ihm der frei verfügbare Quellcode diente.

Ist das Betriebssystem geladen, kann Stoned beispielsweise einen Banking-Trojaner im System installieren. Der erst 18-jährige Peter Kleissner gibt Stoned verschiedene Plug-Ins mit, wie einen Boot-Passwort-Cracker oder eine Routine zum Infizieren des Bios. Da Stoned als Framework konzipiert ist, können andere Programmierer eigene Plug-Ins dafür entwickeln. Aus seiner Sicht könnte Stoned auch für Ermittlungsbehörden interessant sein, etwa zur Entwicklung eines Bundestrojaners.

Einmal installiert, soll Stoned Kleissner zufolge von herkömmlicher Antiviren-Software nicht mehr entdeckt werden können. Für eine Infektion sind aber Administratorrechte oder physischer Zugang erforderlich. Momentan funktioniert die Infektion nur auf Maschinen mit herkömmlichem Bios. Arbeitet auf dem Mainbord der Bios-Nachfolger EFI, scheitert die Infektion. Der wohl wirksamste Schutz ist eine vollständige Verschlüsselung der Festplatte durch eine Software, die auf dem Trusted Platform Module (TPM) basiert.

So soll der Einsatz der Windows-eigenen Verschlüsselung BitLocker ein sicheres Gegenmittel sein, da der Hashwert des MBR nach der Infektion nicht mehr mit dem im TPM gespeicherten übereinstimmt und das TPM so den Bootvorgang stoppt. Ob eine in Hardware verschlüsselnde Festplatte ebenfalls schützt, vermochte Kleissner auf Nachfrage nicht zu beantworten.

InfoQuelle:
http://www.heise.de/newsticker/Bootkit-hebelt-Festplattenverschluesselung-aus--/meldung/142780

--

...


Dieser Beitrag wurde am 07.08.2009 um 09:31 von Adrian_Broher bearbeitet.
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001
07.08.2009, 10:49
Protestallianz



Mir wird gerade schlecht....

Und ich habe TC immer für so sicher vor ALLEM gehalten....
Das ist wie in einem schlechtem Buch ein 18 ist der Superhacker!
Und es gibt noch nicht einmal eine bessere Alternative, auße EFI..

Wo führt das nur hin wenn Schäuff.. das in die Finger bekommt.

--

-GAMING-

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002
07.08.2009, 11:05
McScore



Kann mir nochmal jemand erklären, warum TrueCrypt da jetzt als Schwachstelle hervorgehoben wird? TrueCrypt ist nur ein Verschlüsselungssystem, welches verhindern soll, dass jemand ohne Passwort mal einfach so deine Daten liest. Wenn jemand deine Festplatte modifiziert oder du dir mit Administratorenrechten Malware gleich welcher Art einfängst, dann ist das doch ein ganz anderes Thema. Bisher habe ich auch noch nicht nachlesen können, wie der Herr Kleissner die AES-Verschlüsselung ohne Passworteingabe durch den User penetriert. Hat er da einen performanten Algorithmus gefunden, ist er wahrlich ein Genie.

--

... und der große böse Wolf bootete und bootete und bootete ...
Optimiere deine Map, sieh dir alle Compile-Errors an, frage den Hersteller und beschwer dich über nichts!
http://www.mcscore.de.vu
13+3+7=23, 133/7+23=42


Dieser Beitrag wurde am 07.08.2009 um 11:07 von McScore bearbeitet.
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003
07.08.2009, 11:14
hausi



TC hatte nie den Anspruch sicher zu sein, wenn jemand physikalischen Zugriff auf den PC hat. Man kann z.B. einfach einen HW-Keylogger installieren und warten, bis der Nutzer das nächste mal den PC startet. Neu ist jedoch ein Bootkit, welches diese Funktion übernimmt. Da man unter Windows als Administrator den MBR beschreiben kann, kann man auch mit laufendem System ohne physikalischen Zugriff dieses Bootkit installieren und somit beim nächsten Start an den Schlüssel rankommen.
Bitlocker ist dagegen sicher, wenn der PC ein TPM-Modul hat. Sonst allerdings auch nicht. Ausserdem weiss man bei Bitlocker nicht, ob AES korrekt implementiert ist und ob nicht ein Backdoor eingebaut wurde.

Edit:
Was man natürlich zu der Sicherheitslücke noch erwähnen muss ist folgendes: Wenn ein Angreifer auf dem PC Administrator-Rechte hat (was für die Installation nötig ist), kann er ohnehin schon die ganze HD auslesen, da diese ja normalerweise entschlüsselt ist. Also ist das Problem eigentlich gar nicht so gross.

--


Dieser Beitrag wurde am 07.08.2009 um 11:16 von hausi bearbeitet.
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004
11.08.2009, 17:35
Fox Mulder



ist Truecrypt denn immernoch sicher wenn jemand dran will ohne das jemand das password eingibt?

--

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005
11.08.2009, 17:44
Smeagol



Zitat:
Fox Mulder postete
ist Truecrypt denn immernoch sicher wenn jemand dran will ohne das jemand das password eingibt?
ja.

--

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006
11.08.2009, 17:57
Deathstar



Wobei, das müsste doch gehen:

Mit TrueCrypt Festplatte komplett verschlüsseln (schon von nem externen medium/livedisk aus) und dann nur noch per usb-stick oder cd mittels truecrypt bootkernel starten?

dann müsste der mbr doch nicht fassen, oder?

--


Dieser Beitrag wurde am 11.08.2009 um 17:58 von Deathstar bearbeitet.
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007
11.08.2009, 19:12
Fox Mulder



Zitat:
Smeagol postete
Zitat:
Fox Mulder postete
ist Truecrypt denn immernoch sicher wenn jemand dran will ohne das jemand das password eingibt?
ja.
puuh da bin ich ja sicher, das im "notfall" niemand an meinen computer kann, selbst professionelle leute.

--

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008
11.08.2009, 19:37
McScore



Wenn dein Passwort zu kurz ist, kann man das eh in einigen Wochen knacken.

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... und der große böse Wolf bootete und bootete und bootete ...
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13+3+7=23, 133/7+23=42

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009
11.08.2009, 21:42
Fox Mulder



37zeichen

--

...

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010
12.08.2009, 19:29
Deathstar



zu kurz.

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011
12.08.2009, 20:07
caedes



bei 37 zeichen gibt es, wenn man davon ausgeht dass es für jedes zeichen ~70 möglichkeiten gibt (groß/kleinbuchstaben, zahlen, paar sonderzeichen) 70^37 = 1,85*10^68 möglichkeiten. das dürfte rel. sicher sein.

--

caedes

Deutschland rückt nach Einschätzung der Sicherheitsbehörden im Superwahljahr verstärkt ins Visier von Terroristen.

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