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000
29.04.2005, 12:37
K-Putt



Ausgangssituation ist folgende: Das ganze soll ein Webserver werden, auf dem eine Überwachungskonsole läuft [PHP-Skript], das ganze soll allerdings gegen Ausfälle gesichert sein (USV, RAID).

Meine Konfiguration:

Zitat:
Board = ASUS A8N-SLI, A64
SATA Controller = nVidia (modul sata_nv)
Platten = WD Raptor 74GB*2
Distribution = Gentoo
Kernel = 2.6.11-gentoo-r6
Nach einigem recherchieren musste ich feststellen, dass der Onboard-RAID-Controller nur ein billiger FAKE-RAID Controller ist, und diese seit Kernel 2.6 nicht mehr unterstützt werden, bzw. Umwege über einen Device Mapper genommen werden müssen, welche ich nicht gehen will -> darum Software RAID, Performance ist egal, Sicherheit ist wichtig.

Ich habe 3 Partitionen:

Zitat:
/boot = Linux Raid automount, formatiert mit ext2, 32MB, Physisch auf /dev/sda1 und /dev/sdb1
swap = Linux Raid automount, formatiert als swap, 1024MB, Physisch auf /dev/sda2 und /dev/sdb2
/ = Linux Raid automount, formatiert mit reiserfs, ~70GB, Physisch auf /dev/sda3 und /dev/sdb2
...und die 3 Arrays:
Zitat:
/dev/md0 (boot)
/dev/md1 (swap)
/dev/md2 (/)
Die Konfiguration des RAID's hat Problemlos geklappt, hab Gentoo darauf einwandfrei installiert.

Das Problem ist jetzt: Wie bringe ich das System dazu, vom Software RAID zu booten.

Grub ist richtig konfiguriert, initrd wird beim Starten in der Ramdisk korrekt geladen, die Module für den SATA Controller werden ebenfalls geladen.
Support für ext2 und reiserfs ist im Kernel einkompiliert, SCSI Support ebenfalls.

Trotzdem bekomme ich beim Booten jetzt folgende Meldung, sobald der Kernel versucht, auf /dev/md2 zuzugreifen

[code]>> Mouting filesystems
>> Activating udev...
>> Determining root device...
Block Device /dev/mda2 is not a valid root device...
The root block device is unspecified or not detected...
[code]Und genau darin liegt das Problem.
Die RAID-Devices existieren zum Zeitpunkt wo der Kernel drauf zugreifen will, noch nicht.

Das RAID ansich funktioniert aber, weil ich mit einer LiveCD problemlos das RAID starten, die Partitionen mounten, und in meine Installation chroot'en kann.

Seit 3 Tagen durchforste ich das Netz und Gentoo Foren, um das Problem zu lösen, aber alle Versuche bisher sind gescheitert.

Ich bin kein Anfänger wenns um Unix und Linux geht, aber bei dem Fall steh ich echt vor ner Mauer.
Evtl. kann mir der eine oder andere Linuxer der sich hier tummelt, helfen.

Sollte ich was relevantes von der Konfiguration vergessen haben, nicht zögern sondern nachfragen ;)

Danke,
kputt

--

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Dieser Beitrag wurde am 29.04.2005 um 12:40 von K-Putt bearbeitet.
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001
29.04.2005, 14:18
oxff



Nur so ein Nebengedanke, sicher dass du dein Swap auf nen Software-RAID packen willst?

--

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002
29.04.2005, 14:27
K-Putt



Dass die Swap Part. gespiegelt nichts bringt, ist mir klar.
Aber in dem How-To wurde es ebenso gemacht, und um Probleme zu vermeiden habe ich mich erstmal dran gehalten. ;(

--

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003
30.04.2005, 09:04
TheTinySteini



In welchem HowTo?
Ich hab selber mal nen Software-RAID aufgesetzt unter Debian Linux, hab aber LILO als bootloader genommen. Allerdings hab ich z.zt. keinen Zugriff auf den Rechner (der steht in ner Firma), deswegen kann ich nicht mehr wirklich nachgucken was ich da alles gemacht habe.

--

TheTinySteini
Coder Poke646
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004
30.04.2005, 12:15
oxff



Wenn dein Kernel-Image mit Software-RAID Support direkt am Anfang der einer Partition ist und das FS (in diesem Falle `Software-RAID-FS') erst später anfängt, ist das auch mit GRUB kein Problem. Im Zweifelsfalle den Kernel auf eine eigene Partition bringen.

Swap ist nicht nur nutzlos auf einer (Software-)RAID Partition, sondern sogar schlecht: Wenn du am Ende deines physischen Arbeitsspeicher stehst, dann geht viel über Swap und damit auch viel zu viel über das RAID.

--

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005
30.04.2005, 12:38
K-Putt



Der kernel liegt auf einer eigenen Partition (/dev/md0), die wird komischerweise auch automatisch erstellt, und der Kernel beginnt davon zu booten.

Der Bootmanager (Grub) macht gar kein Problem, der tut was er soll.

Problem ist eben nur, dass die anderen Raid Devices (/dev/md1, /dev/md2) eben nicht automatisch erstellt werden, somit kann der Kernel nicht auf das Wurzelverzeichnis zugreifen.

@0xFF
Wie gesagt, das Swap am RAID ist eine andere Geschichte, sobald ich ne Lösung für dieses Problem habe, wird die Kiste sowieso nochmal neuinstalliert.

Das HowTo stammt aus den Gentoo Foren, hab leider hier zuhause keinen Link dafür.

--

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006
30.04.2005, 15:31
default



zufaelligerweise das hier?

http://66.102.9.104/search?q=cache:QckU-WtC8WoJ:gentoo-wiki.com/HOWTO_Gentoo_Install_on_Software_RAID+gentoo+linux+software+raid+howto+md&hl=de&client=firefox
http://gentoo-wiki.com/HOWTO_Gentoo_Install_on_Software_RAID

hast du die raidtabs erstellt und den ranz im init bevor die platten gemountet werden sollen?

#edit
nebenbei steht da ausdruecklich drin, dass man die platten als master fahren soll, und keine weiteren devices an den controllern fahren sollte

paste mal dein raiddtab

--

Du musst Deine Bandbreite verbreitern, damit du breiter wirst von der Bandbreite her und ein breiteres Publikum ansprechen kannst.


Dieser Beitrag wurde am 30.04.2005 um 15:37 von default bearbeitet.
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007
30.04.2005, 16:32
K-Putt



Nein, das hier war es, hab das howto befolgt wie beschrieben, bis auf den Part mit LVM2, den hab ich ausgelassen weil nicht benötigt.

Was meinst du mit "ranz im init"?

Raidtab hab ich erstellt, allerdings wird die sowieso ignoriert, weil ich die nicht die raidtools nutze.
Dafür gibts seit einiger Zeit "mdadm", welches auf /etc/mdadm.conf zugreift, und die ist korrekt.

Die Platten hängen an einem SATA Controller, sind also beide Master, sonst hängt nichts am Kontroller.

Wie gesagt, hardwaremäßig ist alles in Ordnung, wenn ich mit einer LiveCD boote, kann ich die Devices in /dev mit mknod problemlos erstellen, und danach mein RAID mounten.

Das RAID und der Bootloader sind also in Ordnung, es scheitert nur beim Automatischen erstellen der devices beim Start.

Mittlerweile hab ich nen Bug im Gentoo Bug Tracker System befunden, der auf einen Fehler in den Init Skripten hinweißt.
Hab dann mein baselayout auf neuesten Stand gebracht, beim dem dieser Fehler beseitigt sein soll, hat ebenfalls nichts geholfen.

--

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Dieser Beitrag wurde am 30.04.2005 um 16:32 von K-Putt bearbeitet.
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008
30.04.2005, 16:51
default



dann paste doch einfach mal dein /etc/mdadm.conf

ich kann schlecht raten wie du das konfiguriert hast

#edit
ich denke du hast das huhn&ei problem
Linux has to have atleast 1 non-raid partition to boot from, this can be a RAID1 array since RAID1 makes an exact copy of the disk. With RAID1 Disk1 and Disk2 will be exactly the same and therefore the disks will be separately mountable like normal. The reason why linux can't boot from software raid arrays is simple, the kernel has the drivers that are needed to read the raid array, but it will not be able to access the kernel since it doesn't have the drivers till it has the kernel and that is on the raid array.

was fuern raid faehrst du auf den elementen md{1,2,3} ?

pack evtl mal
/usr/portage/sys-fs/mdadm/files/raid-start.sh
in dein init?
rc-update add raid-start.sh default
oder sowas
kein plan wie das heisst

alternativ paste nen rc-status

--

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Dieser Beitrag wurde am 30.04.2005 um 17:03 von default bearbeitet.
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009
30.04.2005, 17:16
K-Putt



Erstmal meine mdadm.conf:
Quellcode:DEVICE    /dev/sda* /dev/sdb*
ARRAY    /dev/md0 devices=/dev/sda1,/dev/sdb1
ARRAY    /dev/md1 devices=/dev/sda2,/dev/sdb2
ARRAY    /dev/md2 devices=/dev/sda3,/dev/sdb3
Ich fahre auf jedem Device ein RAID1.

Das Huhn und Ei Problem ist mir bekannt, aber nachdem ich den Support für die benötigten Treiber direkt in den Kernel kompiliert habe, braucht der Kernel keine Module zu laden, um auf mein RAID zugreifen zu können.

Dein trick mit dem raid-start Skript kann leider nicht funktionieren, weil der Bootvorgang nie soweit kommt, dass diese Skripte ausgeführt werden könnten, wenn er nicht auf das Wurzel-Verzeichnis zugreifen kann, kann er auch das Skript nicht laden.

Mittlerweile bin ich wieder etwas schlauer: Der Bootmanager lädt direkt nach der auswahl vom OS das/die/den initrd in eine Ramdisk, und lädt von dort ein paar Module (die in meinem Fall zwar nicht nötig sind, aber immerhin).

In besagter Ramdisk ist eine Verzeichnisstruktur vorhanden, auch das /dev Verzeichnis, darin findet sich allerdings wieder nur das Device "md0".

Auf md0 kann er seltsamerweise zugreifen, obwohl die Partition ebenfalls auf dem RAID liegt.

--

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Dieser Beitrag wurde am 30.04.2005 um 17:17 von K-Putt bearbeitet.
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010
30.04.2005, 19:41
default



mach aus dem boot device mal raid0

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011
30.04.2005, 23:36
K-Putt



Von einem Software-RAID0 kann Linux nicht booten, das ist offiziell bekannt.

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012
01.05.2005, 03:00
default



stimmt, haenger bei mir

versucht nen neues initrd zu bauen in dem md* drin ist ?

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013
01.05.2005, 09:13
K-Putt



Daran hatte ich schon gedacht, doch per Menuconfig habe ich keinen Punkt gefunden, der auf sowas hinweisen würde.

Werd mal in der .config nachsehn.

Ansonsten hab ich keine Ahnung, wie ich die md devices ins initrd reinbekommen soll :/

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014
01.05.2005, 10:12
default



entweder
http://gentoo-wiki.com/HOWTO_Framebuffer:Bootsplash:Grubsplash
oder
http://www.gentoo.org/doc/en/handbook/2005.0/handbook-x86.xml?part=1&chap=7

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015
01.05.2005, 10:33
K-Putt



Danke für die Links, aber inwiefern soll mir ein Howto um einen Splashscreen hinzuzufügen, bei meinem Problem helfen? ;)

Zumindest konnte darin nicht herausfinden, wie ich den Inhalt vom initrd bearbeiten kann.

Das Handbuch im zweiten Link hab ich für meine Installation verwendet, und wie darin beschrieben wurde das initrd von genkernel generiert.

--

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016
01.05.2005, 15:29
Master Pegasus



Ich hab auch noch nen Howto gefunden, im Prinzip mounten die die initrd mit dem loopback Treiber und kopieren dann die nötigen Devicenodes aus /dev drauf. Vielleicht hilft des ja:
http://www.faqs.org/docs/evms/x3834.html

--

Was immer auch geschieht: Nie sollt Ihr so tief sinken, von dem Kakao, durch den man Euch zieht, auch noch zu trinken! -- Erich Kästner

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017
01.05.2005, 15:52
default



2 weitere optionen
a) man mkinitrd
b) kernel ohne genkernel bauen, auch ohne initrd mit korrekter statischer raid config

--

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018
01.05.2005, 16:05
K-Putt



Werde morgen mal punkt b) probieren, da meine raidtab ansich korrekt sein sollte.

Trotzdem danke für den Link an Master Pegasus.

--

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019
02.05.2005, 18:47
K-Putt



Hab heute die komplette Installation wiederholt - diesmal nach diesem HowTo.

Fazit: Exakt der selbe Fehler wieder, obwohl ich diesmal den kernel von hand gebaut habe, kein initrd habe, und das swap-file nicht mehr gespiegelt ist.

hmpf.

--

Rambo Engineer @ Drippy's 2fort - finest TFC 1.5 || Bild Upload || The world's most advanced open source database


Dieser Beitrag wurde am 02.05.2005 um 18:47 von K-Putt bearbeitet.
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020
03.05.2005, 11:20
K-Putt



Problem gelöst.

Hab nun devfs im Kernel aktiviert, und udev deaktiviert.
Jetzt bootet das System problemlos vom RAID ;)

Was man in den Gentoo Foren so liest, hat udev das Problem verursacht, bin wohl nicht der einzige.

An der Stelle danke an alle, die in diesem Thread versuchten mir zu helfen.

--

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021
04.05.2005, 12:40
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http://bugs.debian.org/cgi-bin/bugreport.cgi?archive=no&bug=294404

#edit
verdammt 24h zu spaet

--

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Dieser Beitrag wurde am 04.05.2005 um 12:41 von default bearbeitet.
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