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Autor Beitrag
000
10.06.2007, 11:48
McScore



Hallo zusammen

hier gibt es ja einige, die sich mit Linux auskennen; ich gehe ein paar zaghafte Schritte mit Kubuntu 7.04. Ich installiere Software per aptitude, welches seine Paketlisten aus der sources.list bezieht.
Nun das Problem: Will ich beispielsweise Scribus 1.3.3.x installieren, so hängt es von zahlreichen Paketen ab, die nicht im standard-kubuntu-Paketarchiv zu finden sind. Eigentlich alle Pakete sind aber bei packages.debian.org zu finden. Die Paketabhängigkeiten will ich natürlich nicht von Hand auflösen, daher trug ich neulich den unstable-Zweig von packages.debian.org in die sources.list ein. Scribus konnte installiert werden. Tags darauf meldete der adept_updater, es seien aktualisierte Pakete vorhanden. Ich habe nicht daran gedacht, dass das Programm den unstable-Branch als Updatequelle verwendet. Nach dem "Update" traf die Bezeichnung "unstable" auch auf mein System zu. Ich habe es nicht geschafft, es soweit zu booten, dass ich die Änderungen rückgängig machen konnte. Neuinstallation...
Nun die Frage: Wie markiere ich packages.debian.org als Paketquelle zum Auflösen von unerfüllten Paketabhängigkeiten, aber nicht als Updatequelle. Oder besser: Kann ich aptitude sagen, er soll erst in den offiziellen Archiven nachsehen, bevor er packages.debian.org ansteuert? Oder macht der Debian-Profi das ganz anders und ich hab nur das System wieder falsch verstanden?
Danke für eure kompetenten Antworten.

--

... und der große böse Wolf bootete und bootete und bootete ...
Optimiere deine Map, sieh dir alle Compile-Errors an, frage den Hersteller und beschwer dich über nichts!
http://www.mcscore.de.vu
13+3+7=23, 133/7+23=42

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001
10.06.2007, 12:14
ScyTheMan
Moderator


Das Mischen von Debian und Ubuntu sollte man generell vermeiden. Auch wenn beide ungefähr die gleiche Software bereitstellen, die Pakete sind intern u.U. anders aufgebaut, besitzen andere Abhängigkeiten etc. Und bei Debian unstable sollte man erst recht vorsichtig sein und sich lieber davon fernhalten wenn die entsprechende Erfahrung fehlt.

Laut packages.ubuntu.com gibt es Scribus 1.3 in Ubuntu, im Zweig gutsy. Vielleicht fügst du lieber diesen hinzu anstatt Debian unstable Quellen zu nutzen.

Ansonsten kann man noch Quellen unterschiedliche Prioritäten zuweisen. Das geschieht über die Datei /etc/apt/preferences (ggf. erst anlegen). Nachdem du deine neuen/fremden Quellen in die sources.list eingetragen hast, machst du erstmal ein aptitude update und schaust anschließend per apt-cache policy nach den Zeilen release oder origin. Eine der beiden trägst du dann wie folgt in die oben genannte Datei ein:

Quellcode:Package: *
Pin: release o=Debian
Pin-Priority: 400

Package: *
Pin: origin ftp.de.debian.org
Pin-Priority: 400
Die Erste bezieht sich dann komplett auf Debian-Quellen, die Zweite nur auf einen bestimmten Mirror. Die Zahl gibt die Prioriät an, je niedriger desto geringer. Diese Lösung solltest du aber nur im Notfall verwenden, nutz lieber Ubuntu-Quellen.

--

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csndr

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002
10.06.2007, 12:55
Gravok



Erm, darf ich anmerken, dass die unstable sources eig. net wirklich unstable sind, nur halt noch nicht eingehend getestet ?!

--

23 - Nichts ist so wie es scheint

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003
10.06.2007, 13:14
McScore



Es war nur ein Wortspiel. Keines der Pakete hat mein System lahmgelegt, weil es aus dem unstable-Branch kam, eher, weil es, wie Scy gerade erklärte, nicht voll kompartibel war.
Ich hatte die Möglichkeit, dass des Bereiche von packages.ubuntu.com gibt, die nicht schon in der sources.list aufgeführt waren, nicht bedacht. Google führte bei meiner manuellen Paketsuche packages.ubuntu.com seltsamer Weise kaum auf. Danke.

--

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Dieser Beitrag wurde am 10.06.2007 um 13:15 von McScore bearbeitet.
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004
10.06.2007, 21:22
default



im zweifelsfall kann man das deb package
aber mit apt-get source apt-get builddep etc selbst für ubuntu bauen wenn das debian package vorliegt

--

Du musst Deine Bandbreite verbreitern, damit du breiter wirst von der Bandbreite her und ein breiteres Publikum ansprechen kannst.

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