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000
12.09.2004, 21:29
caedes



ich hab mir heute mal überlegt "auf mein hotmailaccount kommt eh nur noch spam, trotzdem sollte ich den abrufen können, so aus prinzip".
da ich nun zum einen aus prinzip und zum anderen aus technischen gründen kein outlook(express) nutze, ist das nicht ganz so einfach.
hab mich mal informiert, was es da so für tools gibt, und fand hotway am überzeugensten (auch wenn mir ein thunderbird-plugin lieber gewesen wäre, aber sowas gibts nicht):

Zitat:
Hotway acts like a pop3 server, but actually goes to hotmail.com to retrieve requested mail. It uses Hotmail's undocumented HTTPmail interface (as does Outlook(TM)). Works with both hotmail.com and msn.com addresses.

Hotway also supports the HTTPmail services provided by lycos.co.uk, lycos.ch, lycos.de, lycos.es, lycos.it, lycos.at, lycos.nl, and spray.se.

gut, dass ich so nen lycos-vds (pseudorootserver) für mau am start habe, da konnte ich hotway installieren und das nebenbei noch kollegen, die auch kein outlook wollen, mitnutzen lassen.. sonst hätte ich das auch auf meinem (linux)router oder einem anderen beliebigen linux/bsd/*nix/evtl sogar windoze-rechner inkl dem rechner, an dem ich abrufen will, installieren können.
debian testing/unstable hat hotway im apt, für andere distros wird's auch pakete geben, irgendwie läuft das sogar unter windoze, glaub ich, muss man dann mit cygwin compilen, vllt gibts auch irgendwo binaries, hab ich mich nicht drum kümmern.
nachdem ich das installiert hatte und sicher gegangen bin, dass /etc/inetd.conf die zeile
Quellcode:pop3      stream    tcp    nowait    root    /usr/sbin/tcpd /usr/bin/hotwayd und /etc/services die zeile
Quellcode:pop3      110/tcp enthielten, hab inetd restartet (unter debian: /etc/init.d/inetd restart), hab ich den ensprechenden account im thunderbird eingerichtet und es ging!
1. wenn man schon nen pop3-server laufen hat, kann man in /etc/inetd.conf auch
Quellcode:hotwayd   stream    tcp    nowait    root    /usr/sbin/tcpd hotwayd eintragen/abändern und zu /etc/services
Quellcode:hotwayd   nnnn/tcp hinzufügen, wobei nnnn der port (z.b. 111 oder 666 oder 1234 oder whatever) ist.
2. interessant ist jetzt noch, was man in seinen mailclient eintragen muss...
pop3-server ist der server, auf dem man hotway installiert hat, z.b. 192.168.0.1, analcunt.dyndns.org oder, wenn es der selbe PC ist wie der abrufende, 127.0.0.1
username ist die emailadresse, z.b. "blub@hotmail.com", "nasenbeinbruch@lycos.de" usw.
passwort ist sinnigerweise das passwort, was man beim provider halt angegeben hat und beim "normalen" abrufen auch eingibt.
3. jetzt wird standardmäßig der inbox-ordner geholt. will man jetzt einen anderen ordner holen, muss man nur den usernamane ändern, z.b. zu "blub@hotmail.com/meinemails" (wenn der ordner meinemails heißt).
der junk-ordner heißt bei hotmail bulkmail, der username wäre demzufolge blub@hotmail.com/bulkmail; wie das z.b. bei lycos ist weiß ich nicht.

so, nun läuft das alles sehr schön.. da ich hotway aber auf einem nach außen (ins inet) offenen server installiert habe, würde ich gerne vorgeben können, wer darüber seine mails abrufen kann. auf der hotway-page fand ich da folgendes:

Zitat:
-a access_list_file
If you want to restrict the users who can login to their HTTPMail accounts then use this option. Specify as argument a file containing a list of whitespace separated email accounts which may use the daemon to access their HTTPMail accounts. Anyone who tries to login but isn't in the list will be rejected by hotwayd. By not specifying the -a flag all users will be able to use the daemon. If the -a flag is specified but the file name given does not represent an existing file nobody will be able to access their HTTPMail mailbox.
man kann also eine datei (ich habe /etc/hotwayaccess genommen) anlegen, in dem man die emailadressen, die darüber abgerufen werden dürfen, und den daemon mit der option "-a <accessfile>" starten. dazu ändert man die zeile in /etc/inetd.conf ab: Quellcode:pop3      stream    tcp    nowait    root /usr/sbin/tcpd /usr/sbin/hotwayd -a /etc/hotwayaccess tja.. theoretisch würd das jetzt astrein funtzen, leider war die version, die bei debian dabei ist, zu alt... hab ne zeitlang gebraucht, um das zu merken.
also aktuellen src von der hotway-page ziehen und compilen.
dafür braucht man typischerweise nen compiler (gcc), make, libc6-dev, libxml2-dev und libiconv-hook-dev. will man das ding auch als smtp-server nutzen, braucht man noch mehr - das habe ich aber nicht ausprobiert, ich will die mails ja nur bekommen.
danach hab ich dann das debian-paket von hotway runtergeschmissen, den eben compileten kram installiert, die configs nochmal angepasst (apt die inetd.conf wieder zurückgeändert nach der deinstallation), inetd neu gestartet und siehe da - es ging! nur die in /etc/hotwayallow eingetragenen emailadressen konnten das nutzen.

achja: nach der installation war der hotwayd in /usr/local/sbin, also habe ich mit Quellcode:ln -s /usr/local/sbin/hotwayd /usr/sbin nen symlink gemacht, sodass die zeile Quellcode:pop3      stream    tcp    nowait    root /usr/sbin/tcpd /usr/sbin/hotwayd -a /etc/hotwayaccess weiterhin stimmte.

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caedes

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Dieser Beitrag wurde am 12.09.2004 um 21:49 von caedes bearbeitet.
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